Opistophthalmus wahlbergii (Thorell 1876)

  • Familie: Scorpionidae
    Gattung: Opistophthalmus
    Art: (Opistophthalmus) wahlbergii (Thorell 1876)
    Trivialname: Tri – Color – Skorpion, oder auch: Shiny borrowing scorpion
    Unterarten: keine bekannt

    Größe: bis zu 9cm (zählt zu den mittelgroßen Skorpionen)
    Herkunft: Süd – Afrika, Botswana, Zimbabwe, Namibia (außer Namib – Wüste)

    Äußere Merkmale: Opistophthalmus wahlbergii weist eine orange – gelbe Grundfärbung auf. Bei Jungtieren ist das Orange ausgeprägter, verblasst aber von Häutung zu Häutung. Die Pedipalpen sind apikalschwarz gefärbt. Die letzten beiden Metasomaglieder sowie das Telson heben sich deutlich durch eine dunklere Farbe (bis schwarz) vom restlichen Farbbild ab. Das Tergum ist bei Jungtieren schwarzgrau gefärbt, die Zwischenräume der Platten sowie die Beine weisen einen leichten roten Schimmer auf. Auch hier verblasst die Färbung im Laufe der Häutungen. Opistophthalmus wahlbergii hat stark ausgeprägte Pedipalpen und ein, im Verhältnis dazu gesehen, eher schlankes Metasoma.


    Verhalten: Opistophthalmus wahlbergii sucht sofort nach dem Einsetzen in das Terrarium nach einem festen Gegenstand und beginnt mit dem Anlegen einer Wohnhöhle bzw. Wohnröhre. Diese angelegt, sieht man ihn nur noch sehr selten. Opistophthalmus wahlbergii ist ein sehr scheues Tier. Tagsüber ist Opistophthalmus wahlbergii kaum außerhalb des Unterschlupfes zu sehen. Er ist leider auch nachts nur sehr wenig aktiv. Wenn man ihn überhaupt mal zu sehen bekommt, dann meist in Lauerstellung am Höhlen- bzw. Röhreneingang. Dieses Verhalten erinnert sehr stark anPandinus cavimanus (cavi = Höhle, manus = Hand). Wird Opistophthalmus wahlbergii gestört, durch Licht oder Erschütterung, kommt sofortiges Fluchtverhalten zum Tragen. Aggressivität bei Störungen ist nicht zu erkennen. Aufgrund der geringen Aktivität ist diese wunderschöne, prachtvolle Art mit Futter sehr genügsam.


    Giftigkeit: O. wahlbergii zählt zu den mindergiftigen Vertretern, d.h. sie wird in das 5 – Stufenmodell unter der Rubrik 2 eingeordnet und besitzt einen LD50 – Wert von 625mg/kg. Symptome gleichen einem herkömmlichen Bienenstich. Eine Wespe hat im Vergleich ein neunfach stärkeres Gift (LD50 – Wert: 71mg/kg). Beim Umgang ist aber trotzdem die nötige Sorgfalt, auch im Sinne des Tieres, angebracht. Aufgrund der geringen Giftwirkung sowie des ruhigen Wesens ist sie meiner Meinung nach für einen Anfänger gut geeignet.


    Kompletter Haltungsbericht: Opistophthalmus wahlbergii (Thorell 1876)


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