Tityus obscurus (Gervais, 1843)

  • Wissenschaftlicher Name: Tityus obscurus
    Familie:
    Gattung: Tityus
    Art: obscurus
    Trivialname: -

    Größe: 8 - 10 cm
    Herkunft: Brasilien (Amapá, Pará), Franz. Guyana, Suriname (Tafelberg, Brownsberg, Suriname und Marowijne Flusssysteme). Ecuador, Guyana, Venezuela und Panama (1).

    Merkmale: T. obscurus gehört zu der Untergattung Atreus. Diese Untergattung besteht überwiegend aus großen Skorpionen(65-100 mm+), die im Adultstadium eine dunkle, schwärzliche Färbung aufweisen. Jungtiere besitzen eine gelbliche, bunte Färbung. Die basale, mittlere Lamelle ist bei den Weibchen erweitert (Lourenço, 2006). Die Endgröße von T. obscurus beträgt 80 – 100mm. Seine Färbung ist dunkelbraun bis schwarz mit ein paar blassen Stellen am Sternum. Die Kammzahnanzahl beträgt bei beiden Geschlechtern 18 – 22. Sie besitzen 17 Granulierungsreihen am beweglichen Scherenfinger. Der subaculeare Tuberkel ist spitz und stark ausgeprägt. Diese Art zeigt einen deutlichen Sexualdimorphismus. Die adulten Männchen haben schlankere und längere Pedipalpen und Metasomasegmente als die Weibchen. Selbst jemand, der sich nicht mit Skorpionen befasst sollte in der Lage sein, diesen Unterschied zwischen Männchen und Weibchen zu erkennen. Bei Jungtieren kann man anhand der Exuvien nach der vergrößerten, basalen, mittleren Lamelle Ausschau halten, die die Weibchen besitzen (3).


    Verhalten: Diese Art gräbt nicht, aber Korkstücke und dergleichen werden gerne als Rückzugsmöglichkeit angenommen. Manchmal schaffen sie sich eine kleine Mulde und pressen sich unter den Kork. Tagsüber verstecken sie sich meistens, aber nachts sieht man sie oft auf dem Kork sitzen, mit offenen Pedipalpen oder umherstreifen. Sie jagen ihr Futter nicht wirklich und sind eher Lauerjäger. Diese Skorpione laufen sehr langsam, kriechen regelrecht über das Substrat, was sie fast zahm erscheinen lässt, jedoch können sie sehr schnell sein, wenn sie aufgeschreckt werden.


    Giftigkeit: Es gibt Berichte von tödlichen Unfällen mit dieser Art. Die Symptome, die bei drei Patienten durch die Vergiftung durch T. obscurus auftraten, waren: lokaler Schmerz, farbliche Veränderungen um die Einstichstelle, übermäßiges Schwitzen und Zyanose, Hypersensibilität, vermehrter Speichelfluss und Erbrechen. Einer der Patienten erfuhr Taubheit der Beine, Muskelkontraktionen, Krämpfe, Kollaps und wurde eventuell semi-komatös. Der Patient erholte sich nach entsprechender Behandlung, war aber fünf Tage außer Gefecht (Floch et al, 1950).


    Kompletter Bericht: Tityus obscurus

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