Parabuthus pallidus (Pocock 1895)

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  • Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
    Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
    Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
    Ordnung: Skorpione (Scorpiones)
    Familie: Buthidae (C.L. Koch, 1837)
    Gattung: Parabuthus (Pocock 1890)
    Art: pallidus (Pocock 1895)

    Herkunft: Parabuthus pallidus kommt in Äthiopien, Kenia, Somalia und Tansania vor.
    Größe: bis zu 10 cm
    Äussere Merkmale & Geschlechtsunterschiede: Wie es für Parabuthus spp. typisch ist, zeichnet sich auch P. pallidus durch ein breites, deutlich granuliertes Metasoma aus.
    Die Behaarung ist bei P. pallidus relativ stark ausgeprägt, jedoch weniger intensiv als z.B. bei Parabuthus villosus. Zudem sind die Härchen feiner und nicht auffallend gefärbt, so dass man sie auf den ersten Blick oft nicht wahrnimmt. Parabuthus pallidus besitzt eine bräunliche Grundfärbung, wobei das Metasoma etwas heller ist und einen Stich ins Orangene aufweisen kann.
    Die Farbe der Laufbeine verblasst zu den Tarsen hin in ein knochiges Gelb-Weiß. Die Unterseite der Tiere weist die selbe blasse Färbung auf.
    Je nach Lokalität kann die Farbe allerdings variieren, von Gelb, Orange über helles und dunkles Braun bis zu annähernd schwarzen Tieren.

    Verhalten und Giftigkeit: Wie bei anderen Tieren auch lässt sich das Verhalten von Parabuthus pallidus schlecht allgemeingültig beschreiben, da es stets ruhige, aber auch offensivere Vertreter innerhalb einer Art geben kann.
    Ich habe P. pallidus als ausgesprochen friedlichen Terrarienbewohner kennen gelernt. Mein adultes Pärchen lebt in Eintracht zusammen, mal auf engstem Raum, mal mit etwas Abstand, Streitigkeiten waren jedoch nie zu erkennen.
    Beide Tiere sind in unregelmäßigen Abständen abends außerhalb ihrer Höhlen anzutreffen, um die Umgebung zu erkunden oder um auf einer Stelle zu sitzen und auf Fressen zu warten.
    Sobald ich die Tür meines Terrariums berühre, sind beide Tiere in Windeseile in ihren Höhlen verschwunden, wo sie meist auch erst nach mehreren Stunden oder gar erst am nächsten Abend wieder auftauchen.
    Ein Aggressionspotential konnte ich bisher noch nicht feststellen, was auch Arbeiten im Terrarium (Lampe auswechseln o.ä.) zu einer eher stressfreien Angelegenheit macht, wobei man natürlich trotzdem stets auf die Eingänge zu den Wohnröhren achten sollte, um nicht von den Skorpionen überrascht zu werden.
    Hier sollte noch erwähnt werden, das P. pallidus recht schnelle Tiere sind, daher sollte man im Umgang mit ihnen bzw. in ihrer Umgebung stets aufmerksam und konzentriert sein.
    Über die Giftpotenz von Parabuthus pallidus sind keine Quellenangaben vorhanden, da aber Buthiden im allgemeinen eher starkes Gift besitzen und Parabuthus spp. insgesamt für ihre teilweise sehr starke Giftwirkung bekannt sind, sollte man auch bei P. pallidus davon ausgehen, dass er ein recht potentes Gift besitzt. Die bei mehreren Parabuthus spp. beobachtete Fähigkeit, Gift über größerere Distanzen zu versprühen, konnte bei P. pallidus bisher nicht nachgewiesen werden (Scorpion-Files).

    Kompletter Haltungsbericht: Parabuthus pallidus, Pocock 1895

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