Mesobuthus nigrocinctus (Ehrenberg, 1828) [tox]

  • Letale Dosis:

    Mesobuthus nigrocinctus verfügt über ein sehr schmerzhaftes, basisches Neurotoxin mit einem LD50 – Wert von 1,45mg/kg (Kovarik, 1998; Fet et al., 2000; Karataş, 2000).

    Mesobuthus nigrocinctus:
    Diese Art verfügt über ein basisches Alphaneurotoxin mit insgesamt 6 isolierten Wirkstoffen gegen Säuger sowie 7 insektenspezifischen Toxinen (auf diese wird im Weiteren nicht eingegangen). Das basische
    Säugertoxin M-3 induziert eine Verlängerung der Aktionspotentiale (AP) von Nerven und Muskeln durch Verlangsamung der Inaktivierungsprozesse an den zellulären Natriumkanälen, d. h. sie öffnen diese (G. Schmidt). Eine starke Lokalreaktion stellt sich ein. Das Toxin hat eine systemische Wirkung, d.h. es führt zu kardialen Beeinträchtigungen sowie negativen Einflüssen auf das zentrale Nervensystem.


    Die Stichverletzungen von Mesobuthus nicrocinctus sind grundsätzlich als gefährlich zu betrachten. Der stark ausstrahlende, sehr starke Schmerz an der Einstichstelle führt anfangs zu einer Bradykardie (langsamer Herzschlag) sowie Hypotonie (niedriger Blutdruck). Im späteren Krankheitsverlauf kommt es zu cholinergen Symptomen, welche sich in Erbrechen, Salivation (erhöhte Speichelproduktion und –freisetzung), Priapismus sowie erhöhter Temperatur mit Schweissperlenbildung äußern. Die Hypotonie schlägt blitzartig in eine Hypertonie (Bluthochdruck) um und führt zu einer Tachykardie mit den möglichen Folgen eines Herzversagens bzw. eines kardial verursachten Lungenödems. Dieses mögliche Eintreten einer kardiovaskulären Beeinträchtigung ist die meist beschriebene Todesursache nach Stichen dieser Art.


    Zur Therapie werden eine lokal antiseptische Lösung (Wundcreme die meist Jod enthält) sowie eine Tetanusprophylaxe (Verhinderung Blutvergiftung) empfohlen. Des Weiteren sollte man immer eine 24 – stündige klinische Überwachung in Betracht ziehen. Die Symptome lassen sich durch gut steuerbare Antihypertensiva wie Nitratinfusionen und Nitenipin (ACE – Hemmer) in den Griff kriegen. Israelische Fachärzte empfehlen eine vorsichtige Gabe von Atropin nur bei einer auftretende Bradykardie zu tätigen. Adrenerge Reaktionen (Synapsen produzieren vermehrt Katecholamine und somit eine höhere Ausschüttung von Neurotransmittern) können dadurch verstärkt einsetzen. Das eventuell auftretende Lungenödem ist gemäß der kardialen Dekompensation zu behandeln. Thromben in den kleinen Blutgefäßen in der Nähe der Einstichstelle sind genauestens zu beobachten.



    Mesobuthus nigrocinctus verfügt über ein sehr schmerzhaftes, basisches Neurotoxin mit einem LD50 – Wert von 1,45mg/kg (Kovarik, 1998; Fet et al., 2000; Karataş, 2000).



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