Mesobuthus gibbosus (Brulli, 1832) [tox]

  • Letale Dosis:


    Mesobuthus gibbosus verfügt über ein sehr schmerzhaftes, basisches Neurotoxin mit einem relativ hohen LD50 – Wert von 50mg/kg (Übermittlung von G.G. Habermehl, 1981), welches normalerweise bei einem gesunden, erwachsenen Menschen nicht zu Herzkreislaufproblemen führt.

    Diese Art verfügt über ein basisches Alphaneurotoxin mit insgesamt 5 isolierten Wirkstoffen gegen Säuger sowie 8 insektenspezifischen Toxinen (auf diese wird im Weiteren nicht eingegangen). Das basische Säugertoxin M-4 induziert eine leichte Verlängerung der Aktionspotentiale (AP) von Nerven und Muskeln durch Verlangsamung der Inaktivierungsprozesse an den zellulären Natriumkanälen, d. h. sie öffnen diese (G. Schmidt). Eine starke Lokalreaktion stellt sich ein. Das Toxin ist systemisch gesehen wahrscheinlich nicht so gefährlich wie das der Gattungsverwandten, ein genauer Bericht liegt aber nicht vor. Die Stichverletzungen von Mesobuthus gibbosus sind grundsätzlich als gefährlich zu betrachten. Wenn in einem Zeitraum von 2 – 4 Stunden nach Stich keine starken Beschwerden vorliegen, droht meist keine Gefahr mehr. Es handelt sich in diesem Falle um einen „Leerstich“, der sehr gerne von dieser Art als Abwehrstich angewandt wird. Der leicht ausstrahlende, starke Schmerz an der Einstichstelle entfällt hierbei aus medizinischer Sicht. Sollten sich kurz nach dem Stich cholinerge Symptome zeigen, äußern diese sich in Erbrechen, Salivation (erhöhte Speichelproduktion und –freisetzung) sowie erhöhter Temperatur mit Schweissperlenbildung. Leichte Verwirrung, eine krankhafte Unruhe (Agitation) sowie eine sich abzeichnende Lethargie setzen, durch die Wirkung des Toxins auf das Zentrale Nervensystem, ein.
    Zur Therapie werden eine lokal antiseptische Lösung (Wundcreme die meist Jod enthält) sowie eine Tetanusprophylaxe (zur Vorbeugung Wundstarrkrampf und einer potentiellen Blutvergiftung) empfohlen. Des Weiteren sollte man bei Anzeichen von Lokalsymptomen eine 24 – stündige klinische Überwachung in Betracht ziehen. Die Symptome lassen sich durch gut steuerbare Antihypertensiva wie Nitratinfusionen in den Griff kriegen. Auf Gabe von Atropin sollte bei Stichen von Mesobuthus gibbosus verzichtet werden. Adrenerge Reaktionen (Synapsen produzieren vermehrt Katecholamine und somit eine höhere Ausschüttung von Neurotransmittern) können verstärkt einsetzen und sind somit eher kontraproduktiv.



    Mesobuthus gibbosus verfügt über ein sehr schmerzhaftes, basisches Neurotoxin mit einem relativ hohen LD50 – Wert von 50mg/kg (Übermittlung von G.G. Habermehl, 1981), welches normalerweise bei einem gesunden, erwachsenen Menschen nicht zu Herzkreislaufproblemen führt.


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