Scorpio maurus palmatus (Linnaeus, 1758) [tox]

  • Letale Dosis:

    Scorpio maurus palmatus verfügt über ein Gift mit einem LD50 – Wert von 221mg/kg.

    Diese Art verfügt über ein Alphatoxin mit insgesamt 3 isolierten Insektentoxinen (Maurocalcine M-I – M-III), davon eins mit lediglich 2 Disulfid – Brücken, welches synergetisch mit einem zweiten Insektentoxin an isolierten Riesenaxonen von Schaben wirkt. Toxin M-I und M-II sind wirkungslos wenn man sie getrennt zu Axonpräparaten gibt, aber zusammen führen sie zu einer reversiblen Blockade der Natrium- und Kaliumströme. Dazu blockiert das zur Familie der ?-KTx6.2 gehörende Toxin M-I die spannungsabhängigen Kalium–Kanäle (KV1.1/KCNA1, KV1.2/KCNA2, und KV1.3/KCNA3) und verhindert so die Leitung der apamin-empfindlichen kalziumaktivierten Kanäle KCa3.1(IKca1, SK4). Die schwefelhaltige, proteinogene Alpha – Aminosäure Cystein wird aus dem Gleichgewicht gebracht. Der innere Salzgehalt steigt.

    In Toxin M-III wurde eine Krustazeentoxizität nachgewiesen, welches ausschließlich gegen Cephalopoden (Kopffüßer, z.B. Kalmare und Oktopusse) wirkt.

    Zusätzlich enthält das Alphatoxin ein gegen Säuger wirkendes Toxin mit 32 Aminosäurenresten. Es wirkt ebenfalls an den 3 oben beschriebenen spannungsabhängigen Kalium–Kanälen und veranlasst einen Anstieg der Kanalöffnung verbunden mit plötzlichem Leitungsübergang. Es wird als zelldurchdringendes Polypeptid beschrieben, bei welchem die Eigenschaft einer extrazellulären Durchblutung beobachtet werden kann.


    Scorpio maurus palmatus verfügt über ein Gift mit einem LD50 – Wert von 221mg/kg.




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