Uroplectes otjimbinguensis (Karsch, 1879)

  • Familie: Buthidae (C.L. Koch, 1837)
    Gattung: Uroplectes (Peters, 1861)
    Art: (Uroplectes) otjimbinguensis (Karsch, 1879)
    Trivialname: ---
    Unterarten / Farbmorphe: ---

    Größe: Angaben reichen von 30mm bis 50mm (zählt zu den kleinen bis mittelgroßen Skorpionen)
    Herkunft: Angola, Namibia

    Äußere Merkmale:

    Uroplectes otjimbinguensis ist eine mittelgroße und optisch sehr auffällige Uroplectes – Art. Exemplare der Art weisen fast gänzlich eine Behaarung am Körper auf, diese ist jedoch sehr spärlich ausgeprägt. Uroplectes otjimbinguensis weist eine gänzlich orangefarbene Grundfärbung auf, welche sich von den Pedipalpen über das Prosoma und Mesosoma bis hin zum Metasoma erstreckt. Lateral und median sind Carapax und Tergiten des Mesosma mit einer Kontrastfarbe, welche ins Schwarze abdriftet, versehen. Die Pedipalpen tragen dieselbe orange Grundfärbung, laufen apikal jedoch ins dunkelrot an Tibia und Tarsus der Chela aus. Die Grundfärbung der Laufbeine ist mit der dominierenden Körperfarbe orange identisch. Das Metasoma erstrahlt beginnend mit Segment I in der körperbetonenden Grundfärbung, sticht jedoch ab Segment II mit je einem „gebänderten“ schwarzen Ring hervor. Dieser Ring wird von Segment II zu Segment V zunehmend breiter und intensiver, verleiht der Art somit ihren besonderen Touch (vergleiche die folgende Abbildung). Das Telson ist gänzlich orange gestaltet.


    Giftigkeit:

    Uroplectes otjimbinguensis verfügt über ein sehr schmerzhaftes, basisches neurotoxisches Peptid mit einem mir nicht bekannten LD50 – Wert, welches bei einem gesunden, erwachsenen Menschen zu keinen Herzkreislaufproblemen führt. Vertreter der Gattung Uroplectes werden nicht unter den medizinisch bedeutsamen Skorpionen geführt. Im Ärzteblatt werden sie der Stufe 2 „Stiche mit starker Lokalsymptomatik ohne systemische Giftwirkung“ zugeteilt. Mit systematischen Symptomen durch das Gift ist bei dieser Gruppe nicht zu rechnen, jedoch treten Übelkeit, Schwindel, Hyperventilation bis hin zum Kreislaufkollaps auf. Grund für diese Symptome sind meist Angstreaktionen sowie Reaktionsreize auf die starken Schmerzen. Neben der allgemeinen notärztlichen Behandlung wird eine Schmerztherapie eingeleitet sowie eine Überwachung im Krankenhaus empfohlen. Der Stich ist stark schmerzend sowie länger anhaltend und verursacht stärkere Lokalreaktionen als im Vergleich zu Vertretern der Gattungen Pandinus und Opistophthalmus.


    Kompletter Haltungsbericht: Uroplectes otjimbinguensis (Karsch, 1879)



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