Wie man Skorpione in der Nacht betrachtet

  • ZIZAT aus SKORPIONE von Dieter Mahsberg, Rüdiger Lippe und Stephan Kallas
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    1. Man drosselt nachts die Helligkeit einer weißen Glühlampe mit einem handelsüblichen Dimmer so, dass man gerade noch gut sehen kann,
    die Tiere aber ihr Versteck nicht aufsuchen.


    2. Im "Rotlichtmileu" fühlen sich Skorpione ungestört, da sie wie Insekten
    rotblind sind. Man kann z.B. rote Fotolaborlampen verwenden (auch
    hier kann Dimmen angebracht sein, was zudem die Lebensdauer der
    Lampen verlängert). Bei einer Rothelligkeit von 20 bis 80 lux (gemessen
    auf Ebene des Skorpions) zeigten Buthiden in Verhaltensversuchen normale Aktivität,


    3. Durch Einsatz einer "Schwarzlichtlampe" kann man die fluoreszierende
    Eigenschaft der Skorpioncuticula ausnutzen, die bei Anregung durch
    langweiliges UV-Licht (366 nm) die Tiere gelb-grün aufleuchten lässt.
    Auch bei völliger Dunkelheit heben sich selbst schwarze Skorpione auf
    dunklem Untergrund kontrastreich ab. Geeignet sind kleine 8 Watt-Röhren
    (z.B. Silvana F8T5/BLB), die man allerdings nicht näher als etwa 30cm
    über den Tieren anbringen sollte. Noch schwächere UV-Röhren, meist
    schon im batteriebetriebenen Gehäuse, bekommt man z.B. beim Briefmarkensammlerbedarf.Schwarzlichtlampen darf man nicht die ganze
    Nacht einschalten, da sie die Skorpione dann doch stören. In das intensiv
    blaue Licht sollte man nicht direkt schauen.