Lychas mucronatus

  • Name: Lychas mucronatus (Fabricius 1798)
    Deutscher Name: chinesischer Schwimmerskorpion
    Familie: Buthidae (C.L. Koch 1837)
    Herkunft: China, Indonesien, Vietnam, Kambotscha, Thailand, Laos
    Größe: Böcke 5cm, Weibchen 4cm


    Aussehen: Lychas mucronatus ist in der Grundfarbe dunkelbraun und hat eine beige Marmorierung, die den ganzen Körper bedeckt. Von den Medianaugen bis zu den Cheliceren bestitz diese Art eine dunkle Färbung, die wie eine Maske wirkt. Die Männchen sind insgesamt zierlicher gebaut und weisen an der Manus eine deutliche Verdickung auf. Die Pedipalpenfinger sind nur im vorderen Bereich geschlossen. Die Weibchen sind kräftiger gebaut, die Manus ist fast bündig zu den Pedipalpenfingern, welche durchgehend geschlossen sind.


    Haltung: Da es sich bei Lychas mucronatus um eine Tropenart handelt, ist eine rLF von 70% anzustreben. Die Temperaturen sollten zwischen 25° und 29° liegen. In einem Terrarium von 30x30x30cm lassen sich ohne Probleme Gruppen von bis zu 5 Tieren halten. Lychas mucronatus ist sehr sozial und teilt sich gerne mit Artgenossen ein Versteckt. Da diese Art nicht gräbt reichen 5cm Erde als Bodengrund vollkommen aus. Eine Ecke das Terrariums sollte mit Moos, welches regelmässig befeuchtet wird, ausgelegt sein! Steine, Wurzeln, Äste dürfen nicht fehlen. Sie sollten auch Hochkant eingebracht werden, da Lychas mucronatus sehr gerne klettert und sich auch kopfüber häutet.


    Verhalten: Lychas mucronatus ist eine eher ruhige art, die wenig umherläuft, ein gemütlicher Lauerjäger eben. Der Stachel wird sehr fast immer eingesetzt, um die Beute zu erlegen.


    Giftigkeit: Diese Art gehört zu den Buthiden und ist als giftig, jedoch nicht tödlich einzustufen. Stiche können sehr starke Schmerzen von bis zu 10 Stunden Dauer hervorufen. Genaue Angaben über die Giftigkeit sind im Netz nicht oft zu finden. Aufgrund der Giftigkeit und der Haltung im Feuchtterrarium ist diese Art für Anfänger eher nicht geeignet.


    Paarung und Aufzucht: Die Paarung bei dieser art läuft genauso wie die der anderen Arten ab. Der Bock fasst die Pedipalpen des Weibchen und versucht sie über eine abgelegte Spermatophore zu ziehen und sie damit zu befruchten. Nach dem Paarungstanz dauert es ca. eine Woche bis der Bock wieder Paarungsfähig ist. Die Tragzeit bei L. mucronatus liegt bei 3-4 Monaten. In dieser Zeit sind die trächtigen Weibchen anfangs eher selten, zum ende Tragzeit hin aber immer öfter tagsüber unter der Wärmequelle des Terrariums zu sehen. Sie sonnen sich dann regelrecht. Spätestens wenn dieses Phänomen auftritt sollten die Weibchen vom Bock bzw dem Rest der Gruppe getrennt werden, da es sonst sehr schwer wird die Jungtiere herauszufischen. Kurz vor der Geburt ziehen sich die Weibchen in ihr Versteck zurück, in welchen sie dann zwischen 25 und 40 Junge gebären. Die Kleinen Klettern auf den Rücken der Mutter und häuten sich ca. 4 Tage nach der Geburt zum ersten mal ins 2. instar. Nach weiteren 6 bis 10 Tagen verlassen sie dann Rücken der Mutter und können dann separiert werden. Da die Jungtiere sehr klein und sehr schnell sind, ist ziemliche Vorsicht geboten wenn man sie einfängt. Am Besten man verwendet einen Löffel und entfernt sie damit aus dem Behältnis der Mutter. Ich selber halte die Kleinen dann in ca 5 cm hohen runden Döschen mit ca 6cm Durchmesser. Als Bodengrund reichen 1cm Blumenerde vollkommen aus. Ein kleines Stückchen Rinde als Versteck darf nicht fehlen. Da junge L. mucronatus auf Staunässe sehr stark reagieren, sollte nur 2 mal die Woche das Substrat angefeuchtet werden. Am Besten man sprüht gegen die Wand des Döschens, das reicht vollkommen. Als Futter verwende ich Drosophilas und Microheimchen, die ich 2 mal die Woche reiche. Die Häutung ins 3. instar hängt sehr stark von der Fütterung ab und kann nach 4 bis 10 Wochen erfolgen. Eine Einzelhaltung ist vorzuziehen, da es auch bei dieser Art zu Kannibalismus kommen kann.



  • Salve


    Ich möchte hier kurz EIGENE abweichende Erfahrungen schildern:


    Haltung:
    Ich hab L. mucronatus durchaus schon die Wasserschale nutzen sehen, sodass ich sagen würde, dass es durchaus sinnig sein KANN, eventuell doch eine anzubieten.


    In einem Terrariem der Größe 30x30x30cm lassen sich durchaus auch bis zu 10 Tiere halten MEINER Meinung nach. Wichtig ist dann, aber auch Rück- und Seitenwände als Lauffläche nutzbar zu machen, z.B. durch Korkplatten.



    Verhalten:


    Meine Tiere setzen ihren Giftstachel praktisch jedes mal ein, egal ob Jungtier oder adultes Tier.


    Auf dann
    Mark

  • Salve


    Ich hab 9 adulte Tiere und einige Jungtiere (Versuchsweise - der nächste Wurf wird einzelnd aufgezogen) in dem 30iger Würfel. Ohne Probleme. Wie schon in der Beschreibung steht, sind sie (nach ner kurzen Eingewöhnungzeit) recht inaktiv und teilen sich ihre Verstecke auch gern. Man sieht höchstens mal ein oder zwei überhaupt rumlaufen.


    Übrigens fällt mir noch etwas ein: Ich hab in dem Becken zusätzlich weiße Asseln angesiedelt. Das verringert die Verschmutzungs- und Schimmelrate.


    Auf dann
    Mark

  • @ Harashil: Danke für die Ergänzung. Habe den Haltungsbericht aus dem Netz (natürlich selber verfasst, nicht kopiert), da ich (noch) keine Lychas habe. Aber ein bis zwei Wochen bekomme ich ein Weibchen. Ach ja, hättest evtl. nen Adulten Bock für mich? ;-):D