Facharbeit über Skorpione

  • Hi!
    Ich schreibe grade für die Schule eine art Facharbeit über VS und Skorpis, heute habe ich mich endlich mal an das Kapitel über die Zucht von Skorpionen gewagt, meinen Text wollte ich euch hier mal zeigen, da es mir sehr viel helfen würde, wenn euch noch Ergänzungen oder Korrekturen einfallen. Ich selber kenne mich leider nur wenig mit Skorpionen aus, deshalb ist der Text vermutlich nicht auf all zu kompliziertem Niveau, da ich einfach nicht genug Wissen habe.


    Zucht
    Jeder Skorpionhalter sollte auch an der Nachzucht dieser Tiere interessiert sein, um den Import der Tiere nicht zu unterstützen, bzw. ihm entgegen zu wirken. Skorpione sind über das Internet, Zooläden oder Terraristik- und Spinnenbörsen relativ einfach zu verkaufen.
    Bei der Wahl der Elterntiere kann man eigentlich nur beachten, dass die Tiere gesund aussehen, der gleichen Art angehören um Hybridisierung zu vermeiden und natürlich adult, also geschlechtsreif sind. Am besten ist es, wenn man bei den Elterntieren auf deutsche Nachzuchten zurückgreifen kann, da diese wahrscheinlich keine Parasiten oder ähnliches haben, bei Wildfängen kann man sich dessen kaum sicher sein.
    Nun setzt man beide Elterntiere in ein Terrarium, dies ist bei sozialen und semisozialen Skorpionen wesentlich einfacher, als bei Skorpionen, die man normaler Weise einzeln halten muss. Skorpione, die sie untereinander normal nicht vertragen müssen genau beobachtet werden und man sollte sie sofort trennen, wenn sie Aggression gegeneinander zeigen. Um die Tiere aneinander zu gewöhnen kann man sie mit einer Gaze trennen, sodass sie sich zwar wahrnehmen aber nicht angreifen können, bald werden sie dann nicht mehr so aggressiv aufeinander reagieren und man kann einen Paarungsversuch starten, es ist aber immer noch äußerste Vorsicht geboten, da sich die Tiere auch gegenseitig umbringen können.
    Der Akt der Verpaarung ist bei Skorpionen sehr ungewohnt für unsere Vorstellung. Vermutlich stammen die Skorpione ursprünglich von im Meer lebenden Tieren ab, wo männliche Tiere ihr Sperma oft einfach dem Wasser übergeben und dieses die restliche Arbeit erledigt, diese Technik haben die Skorpione nur ein wenig abgeändert. Skorpione haben hierfür sog. Spermatophoren, d.h. Samenträger oder Samenpakete entwickelt, welche bei der Verpaarung die Spermien zum Weib transportieren.
    Bei der Verpaarung scheinen Männchen und Weibchen miteinander zu tanzen, wobei das Männchen das Weibchen mit den Scheren ruhig zu halten versucht. Die eigentliche Verpaarung ist dann weniger freundlich, das Männchen deponiert seine Spermatophoren z.B. auf einem Stein oder etwas ähnlichem und zieht die Partnerin an den Scheren über diese. Das Weib nimmt hierbei die Spermien in die Spermatasche auf, welche sich zwischen ihrem letzten Beinpaar befindet.
    Das Skorpionweib bringt fertig entwickelte lebende Junge zur Welt, welche sich in ihrem Körper nach der erfolgreichen Verpaarung entwickeln. Die Jungen klettern nach der Geburt auf den Rücken der Mutter, wo sie bis zur ersten Häutung verbleiben.
    Haben die Jungtiere den Rücken der Mutter verlassen, sollte man sie in kleinen Gruppen oder einzeln in ein neues Terrarien setzen, um sie vor dem Hunger der Mutter in Sicherheit zu bringen.
    Nun können die Jungtiere genauso gehalten werden, wie ihre Eltern, nur dass eben die Futtertiere kleiner sein müssen und auch die Trinkschale flach genug sein muss, damit die Jungtiere nicht ertrinken können.



    Wie gesagt, ich bin froh über jede Korrektur und Ergänzung.
    Liebe Grüße Marie

  • Woher hast du die Information dass das Paarungsverhalten mit der Spermatophore von den fischen stammen könnte? Würd mich mal interessieren. Obs Stimmt kann ich nicht sagen. Die Jungtiere kommen NICHT komplett entwickelt auf die Welt. die Jungtiere sind im ersten Instar NICH überlebensfähig, wenn sie den Rücken der Mutter auf irgendweine Weise verlassen. Erst nach der ersten Häutung sind die tiere komplett entwickelt und somit selbst überlebensfähig. Habe es selbst miterlebt, dass Jungtiere den Rücken verlassen hatten ohne sich das erste mal zu häuten. Das hat ncihtmal einen Tag gedauert, dann waren die tot.
    ansonsten hört es sich gut an was du da geschrieben hast.

  • Hi!
    also ich habe das mit den Meeresbewohnern (ich glaube nicht, dass es sich um Fische handelt, deshalb habe ich es als Meeresbewohner bezeichnet) aus dem Buch "ihr Hobby Skorpione" von Ann Webb & Herbert Schiejok, da steht das auf Seite 55, falls ich das nicht falsch verstanden habe.
    werd das mit der Entwicklung nach der Geburt noch ändern, danke! *gg* und wieder was dazu gelernt ;)
    Grüße Marie

  • Hallo!


    Nicht schlecht. Aber eine Verbesserung hätte ich da:
    Du schreibst: "Nun setzt man beide Elterntiere in ein Terrarium,..."
    Man sollte das Weibchen in Ruhe lassen, und das Männchen in das Terrarium des Weibchens setzen. In der Natur kommt ja auch das Männchen vorbei. :D

  • Hi, dein Bericht ist ja schon mal klasse und informativ!
    Vielleicht kannst du noch die Ergänzung gebrauchen, dass die Eier mancher Arten mit einem Dottervorrat versehen sind (Apoikogen) durch den sich die ungeborenen Skorpione ernähren oder dotterlos sind (Katoikogen).


    Apoikogene Skorpione entwickeln sich nach der Geburt auf dem Rücken der Mutter viel schneller und verlassen diesen meistens schon nach einer Woche.
    Die bei der Geburt weißen katoikogenen Tiere (z.B. Pandinus und Heterometrus Arten), welche aus dotterlosen Eiern geboren wurden haben dagegen eine längere Entwicklungsphase, bevor sie den Rücken der Mutter verlassen und sich selbst ernähren können.

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