Androctonus australis (Linnaeus, 1758) [tox]

  • Androctonus australis:
    Diese Art produziert eines der giftigsten Skorpion – Toxine mit der Bezeichnung AaH – Toxin II. Zusammen mit dem AaH – Toxin I bildet es die toxische Komponente des Androctonus australis – Toxin. Beide Toxine sind sogenannte Alpha – Gifte, welche bei Insekten oder bei Säugern wirken. Diese Proteine weisen in ihrem Strukturmodell eine Ansammlung aromatischer Aminosäuren auf. Diese haben sich in der Evolution zu einer stark konservierten hydrophoben Proteinoberfläche entwickelt. Diese tritt mit dem Natriumkanal von Säugern oder Insekten in Interaktion. Ein Stich hat Hyperthermie (Überwärmung des Körpers), Myocarditis (entzündliche Erkrankungen des Herzmuskels), Lungenödeme (Austreten von Blutflüssigkeit aus den Kapillargefäßen in das Interstitium) und schließlich den Tod zur Folge.
    In dem Gift von Androctonus australis hector (apikal schwarze Scherenfinger und schwarze Metasomaglieder IV - V) konnten zusätzlich vier Proteine nachgewiesen werden. Drei von ihnen sind toxisch für Insekten und können eventuell für die Herstellung von Insektiziden verwendet werden. Es sind Aminosäure – Toxine mit insgesamt 65 Aminosäuren, welche die Natrium – Kanäle von Insekten bindet.


    Androctonus australis verfügt über ein Gift mit einem LD50 – Wert von 0,32mg/kg.

  • Hallo,


    Ich habe da mal eine Frage:
    kann es sein das AaH-toxin, Androctonus australis Hector-toxin bedeutet oder steht das Aah für was anderes?
    und wenn ja bedeutet das, das die anderen Unterarten dieses Toxin nicht besitzen?


    danke für die Hilfe


    die Frage eben erst entdeckt.


    In der Tat steht die Abkürzung AaH für Androctonus australis hector. Die Grundsubstanz der Toxine ist identisch, sie wird in allen Giften der Art als AaH-Toxin I bezeichnet. Unterscheidung liegt lediglich bei den 4 zusätzlichen Proteinen AaHIT1, AaHIT2, AaHIT3 und AaHIT4, welche das Toxin im Vergleich zu den anderen höherwertiger macht und somit in der Wissenschaft (Medizin wie Chemie) mehr von Bedeutung ist.


    Sprich das Toxin von Androctonus australis libycus gibt in seiner Zellteilung weniger Aufschluss als das um 4 Proteine mehr umfassende AaH-Toxin II.


    MfG
    M.

  • Pandemonium

    Hat den Titel des Themas von „Androctonus australis (Linnaeus, 1758)“ zu „Androctonus australis (Linnaeus, 1758) [tox]“ geändert.