Anfängerfragen zu Hadrurus arizonensis

  • Einen wunderschönen guten Tag,



    ich stehe kurz davor mir einen Hadrurus arizonensis anzuschaffen und habe mich auch schon ausführlich darüber informiert. Natürlich bleiben trotzdem ein paar Fragen offen.



    1. Ich habe mir Gedanken über eine möglichst artgerechte Haltung gemacht und dabei folgende Jahreszeitensimulation auf die Beine gestellt:


    Jan/Feb: Winter (kein Futter, Beleuchtungszeit minimieren, Temperatur unten [nachts: 15°C, tags: 22°C], Kaktus alle 2 Monate gießen)


    März/April: Frühling (Anfüttern, Beleuchtungszeit verlängern, Temperatur erhöhen [nachts: 20°C, tags: 27°C], Kaktus alle 2 Monate gießen)


    Mai - August: Sommer (normales Füttern, Beleuchtungszeit 9-10 Std. [nachts: 23°C, tags: 36°C], etwas feuchter halten [Juni bis August monatlich etwas großflächiger gießen])


    Sep/Okt: Herbst (Füttern, Beleuchtungszeit reduzieren [nachts: 20°C, tags: 27°C], Kaktus alle 2 Monate gießen)


    Nov/Dez: Winter (kein Futter, Beleuchtungszeit minimieren, Temeratur unten [nachts: 15°C, tags: 22°C], Kaktus alle 2 Monate gießen)


    Aufgebaut nach dem Tag-/Nacht-Temperaturdiagramm aus Chihuahua (Nord-Mexiko):


    Zudem ist es dort im Sommer wesentlich feuchter als im trockenen Winter.


    Was haltet ihr davon? Kälter kann ich leider es leider nicht machen, da auch noch andere Terrarientiere und ich in dem Zimmer leben. Sollte man einen H. arizonensis während der Winterruhe füttern? Ich habe jetzt einfach mal keine Fütterung in den 4 Monaten vorgesehen, da das bei einer Grammostola rosea (Rote Chile-Vogelspinne) auch so gehalten werden sollte.



    2. Dann habe ich noch eine Frage zum Versteck: Kann ich einfach einen großen, flachen Stein nehmen, diesen auf das Sand-Lehm-Gemisch legen und darunter etwas frei halten oder wäre es besser diesen noch irgendwie gegen Untergraben zu schützen? Wenn ja, wie?



    3. Gibt es eine Jahreszeit, bei der man sagen kann, wo sich ein H. arizonensis in der Regel in der Natur häutet? Bei der Grammostola rosea ist es z. B. im Herbst.



    4. Ich bin gerade dabei ein 60x30x30-Aquarium in ein Wüstenterrarium umzubauen. Reichen zwei 10W-Spots (eine davon eigentlich als Glasbodenbeleuchtung gedacht, siehe Foto) mit entsprechend hohem Bodengrund für einen H. arizonensis aus? Ca. 10cm direkt unter der Glasbodenbeleuchtung wird es schon über 30°C warm.
    Auf dem einen Foto sieht man noch drei Spots auf einer noch nicht zugeschnittenen 80x30-Platte (am Ende soll diese ca. 40x25 sein und über die Lücke im Lochblech per kleiner Kabelleisten eingeschoben werden, Fassung des Steckspots mittig), aber die eine Seite, da wo der Skorpion seinen Unterschlupf hat, lasse ich ohne Lampe, damit der Unterschlupf nicht direkt angeleuchtet und erhitzt wird. Ist das richtig und gut?
    Oh man, was für eine Sätze-Kauderwälsch!!! :?





    Das wäre es für den Moment, weitere Fragen folgen sicherlich. :D



    Gruß, Tim

    0.0.1 Lampropelma violaceopes, 0.0.1 Brachypelma smithi, 0.0.1 Chromatopelma cyaneopubescens, 0.2.0 Grammostola porteri, 0.0.1 Avicularia versicolor, 0.0.1 Rhopalurus junceus, 0.0.1 Aphonopelma seemanni, 0.0.1 Lasiodora differens, 0.0.1 Cupiennius salei

  • zu 1) Das wird nicht funktionieren, da der Kaktus die Luftfeuchtigkeit zu hoch bringt oder selbst vertrocknet. Beim H. arizonensis darf man sich so etwas nicht erlauben (außer unter Verwendung naturähnlicher Belüftung)! Außerdem ziehen schlecht gedeihende Kakteen Ungeziefer an...


    zu 2) Einen großen, flachen Stein für einen Skorpion noch gegen Untergraben zu sichern, wäre deutlich übertrieben. Eine Verletzung halte ich hier für undenkbar.


    zu 3) Hier kann ich nur grundsätzlich antworten: Nein. Die Häutung hängt vom Ernährungszustand ab, nicht von klimatischen oder sonstigen Reizen. Das Wachstum ist aber unterschiedlich schnell, das gehört zum Überlebensvorteil des Skorpions.


    zu 4) habe ich noch nicht verstanden/ ist mir zu kompliziert...


    LG + Herzlich Willkommen bei uns

    [COLOR="Black"]Hinweis: In Erinnerung an den Verfasser dieses Beitrages - mrbuthidae, verstorben am 13.06.2010.
    Er wird immer ein Teil unserer Forengemeinschaft bleiben. Ruhe in Frieden Danny.[/COLOR]

  • Guten Morgen!


    zu 1: Ich habe eigentlich gedacht, dass ein Kaktus eine gute Pflanze für ein Wüstenterrarium wäre?! Die sehe ich in fast jedem Wüstenterrarium! Gegen die Luftfeuchtigkeit könnte ich ja eine Heimchendose mit Salz an der Decke befestigen, der bindet ja wie jeder weiß die Feuchtigkeit.
    Oder soll ich ganz auf Bewässerung verzichten und in den Sommermonaten vielleicht einfach nur einmal im Monat die Wasserschale etwas überlaufen lassen oder wie kriege ich eine einigermaßen gute Jahreszeitensimulation hin?
    Andere Vorschläge zur Dekoration? Vielleicht graue, vertrocknete Tillandsien?
    Das mit den 4 Monaten ohne Futter geht auch klar?


    zu 4: Eigentlich reicht das schon aus: Reichen zwei 10W-Spots (eine davon eigentlich als Glasbodenbeleuchtung gedacht, siehe Foto) mit entsprechend hohem Bodengrund für einen H. arizonensis aus? Ca. 10cm direkt unter der Glasbodenbeleuchtung wird es schon über 30°C warm.
    Auf einen dritten Spot würde ich im Moment noch verzichten, da ich den Unterschlupf nicht direkt anleuchten und erhitzen will. Ist das richtig und gut durchdacht?

    0.0.1 Lampropelma violaceopes, 0.0.1 Brachypelma smithi, 0.0.1 Chromatopelma cyaneopubescens, 0.2.0 Grammostola porteri, 0.0.1 Avicularia versicolor, 0.0.1 Rhopalurus junceus, 0.0.1 Aphonopelma seemanni, 0.0.1 Lasiodora differens, 0.0.1 Cupiennius salei

  • wichtig ist, das die temperatur im terra ein gefälle von ca.32-25 grad hat.
    und zwar an der erdoberfläche. ists ihm zu warm geht er tiefer in die höhlen. umgekehrt wandert er in höhere gefilde. sonnen tun die tiere sich nicht. sind halt keine reptilien.
    kakteen kannste eher lassen. wenn, dann nimm nen künstlichen für die optik. ein paar steine und ein getrocknetes holzstück - ast reicht da voll aus. der buddelt eh unten rum. das ist für ihn wichtig. 12-15 cm grabfähigen bodengrund.
    alle 2 wochen die tränke füllen und gut.
    wenn du wirklich willst, kannst du natürlich ein paar vertrocknete sträucher eingeben.

    Sie: "Hör mal, die Grillen."
    Er: "Also ich riech nichts!"
    Wer läuft, der klaut und wer tanzt, hat kein Geld zum saufen!

  • Zitat von acridator

    Guten Morgen!


    zu 1: Ich habe eigentlich gedacht, dass ein Kaktus eine gute Pflanze für ein Wüstenterrarium wäre?! Die sehe ich in fast jedem Wüstenterrarium! ...



    Hallo,
    nicht alles was man sieht muss sich in der Praxis auch bewähren. Die meisten aus meinem Bekanntenkreis greifen zwecks der Optik, wie von Goolem bereits erwähnt, auf künstliche Kakteen zurück. Für eher mediterran zu haltende Arten könnte der Kaktus wieder interessant werden, allerdings nicht für strikt aride Species zu der H. arizonensis nun mal gehört. Du solltest dein Terra erst mal optimal für den Skorpion einrichten (heißt: richtige Substrathöhe von ca. 15cm mit trocken grabfähigem Sand, unterschiedliche Temp-Zonen (25 bis 32 Grad) und dort auch je einen Unterschlupf, Wassernapf der alle zwei Wochen gefüllt werden sollte)
    Wenn du das alles realisiert hast (Probelauf über ein bis zwei Wochen bietet sich an) kannst du das Terra für dich schön herrichten, aber dabei nicht das herrschende Klima verändern (feuchte Gegenstände)! Dem Skorpion ist das egal ob da nun ein Stück trockenes Holz, ein Kaktus oder ein flacher Stein vorhanden ist. Er legt wert auf eine Wohnhöhle, die er meist kolloziert an die Einrichtungsgegenstände anlegt. Somit ist also nur wichtig, dass du ihm etwas dafür anbietest, um seinen Bedürfnis Rechnung zu tragen.


    MfG


    M.

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