Temperaturfragen zu Hadrurus Arizonensis

  • Hallo zusammen,
    Ich bin mir derzeit viele Gedanken am machen über die Anschaffung eines Skorpions als Haustier. Entsprechend habe ich mich schon in diversen Foren ein wenig informiert und mir auch entsprechende Literatur angeschafft ("Skorpoine", Ann Webb & Herbert Schlejok). Dennoch habe ich einige Fragen, welche mir bis jetzt unbeantwortet blieben.


    Vielleicht grundsätzlich, bei der Wahl der Art habe ich mich mittlerweile auf einen Hadrurus arizonensis festgelegt. Ich hoffe, ihr könnt mir hier zustimmen, dass dies für einen Anfänger eine gute Wahl ist.


    Nun, zu meinen Fragen: Ich wohne in einer Dachwohnung. Gerade jetzt im Sommer kommt es öfters vor, dass wenn ich an einem sonnigen Tag Abends nach Hause komme die Temperatur in der Wohnung gut die 30° übersteigen kann.
    Nun habe ich von verschiedenen Quellen verschiedene Angaben zur idealen Temperatur für einen Hadrurus gelesen. Während im oben genannten Buch 25° als ideal beschrieben werden, meint beispielsweise http://www.skorpiondatenbank.de folgendes:

    Zitat

    Die Temperaturen sollten tagsüber 30 bis 35°C betragen und während der Nacht auf 25°C absinken.


    Sollte letzteres zutreffen, sollte es ja hoffentlich kein Problem darstellen. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Hadrurus? Ich hoffe, meine Anschaffungspläne werden nicht schon durch meine Wohnung zunichte gemacht.


    skorpiondatenbank.de meint weiters:

    Zitat

    Eine Überwinterung bei 10 bis 15°C fördert das Wohlergehen der Tiere.


    Wie zwingend ist dies? Meine Nachbaren hätten wohl Mühe, im Winter ein Terrarium mit einem Skorpion im Keller vorzufinden.


    Beste Grüsse
    scheme2

  • Hallo,


    mit Deiner Wahl liegst Du Goldrichtig. Die Temperaturen sind für ein Wüstenbewohner wie H. arizonensis kein Problem. Sie können ruhig Zeitweise bei 30 bis 35 Grad liegen.


    Die Winterruhe fordert das wohlergehen ist aber keine Pflicht, Du kannst diese Art auch ruhig das ganze Jahr über bei den Temperaturen halten.


    Nur leider ist die Paarung bei dieser Art sehr schwierig, aber das hattest Du als Anfänger? wahrscheinlich auch erstmal nicht im Sinn.


    Grüße
    Robert

  • Das war auch mein erstes Buch und ich finde es ganz okay. Auf jeden Fall ist es kein Anfängerfehler, sich einen Hadrurus zu kaufen.


    Schwierig wirds erst wenn die Temperaturen dauerhaft nicht unter 35°C sinken, also bei einer vierwöchigen Hitzewelle. Da kann man noch jeden (zweiten) Tag nen Kühlakku ins Terrarium legen. Es bleibt ja die Ausnahme, wegen der Optik. Ansonsten einen Deckenventilator mit Sommer/Winterumschaltung. Da hat jeder was von.


    Eine Überwinterung ist nicht zwingend, aber besser. Zwingend zu empfehlen ist eine trockene Haltung und möglichst natürliche Luftbewegung. (Wie du im Buch gelesen hast, neigen sie anderenfalls zu Gliedmaßenverlusten durch Mykose!)


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    [COLOR="Black"]Hinweis: In Erinnerung an den Verfasser dieses Beitrages - mrbuthidae, verstorben am 13.06.2010.
    Er wird immer ein Teil unserer Forengemeinschaft bleiben. Ruhe in Frieden Danny.[/COLOR]

  • Vielen Dank für die schnellen Antworten!


    Das freut mich natürlich, wenn die Temperatur kein Problem darstellt. Längere Hitzeperioden gibt es in dem Sinn hier nicht, meist regnet es nach spätestens einer Woche und kühlt wieder ein wenig ab. Auch die Möglichkeit mit dem Kühlakku ist eine gute Alternative.


    Zur Winterruhe habe ich dennoch noch einige Fragen. Es wird hier von Temperaturen von 10-15 Grad gesprochen. Im Winter herrschen bei mir eigentlich normale Raumtemperaturen. Wäre es hier unter Umständen sinnvoll, eine abgespeckte Winterruhe zu machen, also die Terrariumheizung auszuschalten und das Tier bei Raumtemperatur zu halten? Oder würde dies mehr schaden als nutzen?
    Und inwiefernwirkt sich die Winterruhe positiv auf das Tier aus, vom biologischen Standpunkt aus gesehen?


    Paarung plane ich nicht, da ich zuerst ein einzelnes Tier halten möchte, um den Umgang mit ihm zu lernen. Nach Möglichkeit werde ich mir ein Männchen zulegen, da ich als Anfänger nicht unbedingt überrascht werden möchte, wenn mir ein trächtiges Weibchen verkauft wird und ich plötzlich einen Haufen Jungtiere im Terrarium habe.

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