Heterometrus scaber (Thorell, 1876) [tox]

  • Heterometrus scaber:
    Diese Art verfügt über einen extrem komplexen, aber dennoch für den gesunden Menschen eher ungefährlichen Giftcocktail. Ausnahmen stellen beim Gift von Heterometrus scaber im Besonderen Allergiker dar. Neben 4 Insektentoxinen verfügt Heterometrus scaber über 1 reines Säugertoxin. Die Phospholipase A2 Enzyme (saure und alkalische Phosphatase) des Toxins haben eine schwache Wirkung auf das menschliche Blut. Die damit in Verbindung zu bringenden, hohen Leberwerte klingen nach einigen Stunden wieder ab. Der Einfluss des Toxins auf Nerven (cholinerge Symptome) ist mäßig, dennoch kann von einer Acetylcholinesterase – Aktivität gesprochen werden. Das für den menschlichen Organismus relativ schwache Gift verbreitet sich sehr schnell (Hyaluronidase – Aktivität) und kann somit durch das gesamte Abwehrsystem des Körpers egalisiert bzw. neutralisiert werden (vgl. Hadrurus arizonensis). Die ausgeschütteten Biogenen Amine (organische Basen) Serotonin, Tryptamin, Tryptophan sowie Ribonuclease führen vor allem bei Allergikern zu akuten Beschwerden wie Atemnot, Blutdruckabfall, Rötung der Haut, Nesselausschlag mit Juckreiz, Übelkeit, Magenkrämpfe, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen. Freie Hexosamine führen negative Veränderungen des Aminozuckers Glukosamin mit sich.


    Heterometrus scaber verfügt über ein Gift mit einem LD50 – Wert von >300mg/kg. Es wird als ein für den gesunden Menschen nicht tödliches Gift geführt. Allergiker sollten aufgrund der vielen komplexen Nebeneinflüsse des Giftes nach einem Stich unbedingt einen Arzt aufsuchen.

  • Pandemonium

    Hat den Titel des Themas von „Heterometrus scaber (Thorell, 1876)“ zu „Heterometrus scaber (Thorell, 1876) [tox]“ geändert.