Centruroides gracilis (Latreille, 1804)

  • Wissenschaftlicher Name: Centruroides gracilis
    Familie: Buthidae (Latreille, 1804)
    Trivialname: "Dunkler Honduras-Skorpion", "Slenderbrown Scorpion", "Brown Bark Scorpion", "Florida Bark Scorpion"
    Unterarten: -
    Größe: bis 6-12 cm Gesamtlänge
    Herkunft: Centruroides gracilis beinhaltet ein sehr grosses Verbreitungsgebiet dies zieht sich fast durch den Süden der USA von Mexiko über Kuba, Florida und noch weitere Gebieter die mir selbst aber zu wenig bekannt sind.


    Äußere Merkmale:
    Centruroides gracilis können eine Gesamtlänge von 6 - 12 cm aufweisen. Die Tiere besitzen eine schwarze bis rotbraune Grundfärbung, die Schreitbeine sind braun-orange. Allerdings kann die Farbe auch variieren, da es bei der Art mehrere Farbmorphen gibt, die allerdings populationsabhängig sind.


    Bei den beiden adulten Tiere sieht man die raotbraune Grundfärbung sehr gut.


    Haltung: Ein 30x30x30 Terrarium reicht für ein Pärchen Centruroides gracilis. Der Temperaturbereich von 28 °C durch den Tag, nachts darf es auch mal absinken auf 22 °C, und eine Luftfeuchtigkeit von 60-70 % ist optimal für die Haltung von Centruroides gracilis. Als Substrat eignet sich ein Erde – Sand Gemisch, dabei muss aber beachtet werden das eine Ecke nie austrocknet. Bei ausreichendem Platz Angebot lassen sich Centruroides gracilis auch in Gruppen halten. Klettermöglichkeiten darf bei Centruroides gracilis nicht fehlen, weil sie sehr gerne auch klettern. Auch rinde darf in der Einrichtung nicht fehlen, Centruroides gracilis wird sehr oft auch hinter Rindstücken gefunden.


    Geschlechtsunterschiede und Paarung: Die Geschlechter bei Centruroides gracilis sind im Adultstadium gut auseinander zu halten. Wie bei den meisten Centruroides besitzen auch bei Centruroides gracilis Männchen deutlich verlängerte Metasomasegmente, zudem werden die Weibchen um einiges massiger als die Männchen. Die Verpaarung läuft friedlich ab. Centruroides gracilis sind die Männchen im Instar 6 adult und die Weibchen im Instar 7.


    1.0 C.gracilis sieht man die verlängerten Metasomasegmente sehr gut.


    Paarungs tanz


    Aufzucht von Jungtieren: Die Jungtiere bei Centruroides gracilis stellen keine großen Ansprüche in der Haltung. Passende Behälter in der Größe 9 x 5 x 5 cm (L x B x H), Heimchen Dosen oder sogar nur Filmdose, eine Ecke leicht feucht, Rindstücke zum Verstecken und die kleinen Centruroides gracilis wachsen prächtig. Futter brauchen sie alle 3-4 Tage in passender Größe. Bei Centruroides gracilis Jungtieren ist zu beachten das die Temperatur zwischen 28-30
    °C und eine hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden ist, dies fördert ihr Wachstum. Centruroides gracilis Jungtiere sind bei erhöhten Temperaturen nach 7-8 Monaten bereits adult. Gruppen Aufzucht möglich jedoch kann es durchaus zu Kannibalismus kommen.


    Verhalten: Besonders aggressiv ist Centruroides gracilis nicht. Bei Störungen ergreifen die Tiere eher die Flucht, als dass sie angreifen oder in Drohhaltung verfallen. Dabei kommt den Tieren ihre enorme Schnelligkeit zugute, auf die besonders geachtet werden sollte
    Centruroides gracilis gehört zu den Rindenbewohnern und hält sich daher meist auf bzw. unter Rinde auf. Die Tiere klettern ausgesprochen häufig und nutzen den Raum zwischen den Rindenstücken zum Verstecken. Dabei teilen sich oft mehrere Tiere ein Versteck, die Art ist also sehr gut zur Gemeinschaftshaltung geeignet. Allerdings nur im Adultstadium, bei juvenilen Tieren kommt es immer wieder zu Kannibalismus, besonders während der Häutungen.


    Winterruhe: Keine nötig, welche jedoch die Lebensdauer und Paarungsbereitschaft erhöhen würde.


    Futter: Ofenfische, Schaben. Grillen (sie zerlegen Futter das fast doppelt so groß wie sie selbst sind.)


    Giftigkeit: Centruroides gracilis ist eher als stark giftig einzustufen. Ein Stich kann durchaus Herz – Kreislaufbeschwerden herbeiführen. Centruroides gracilis sollte also mit größter Vorsicht behandelt werden.


    Anmerkung:
    Centruroides gracilis ist nur bedingt geeignet für einen Neuling in der Skorpionhaltung.
    Der Bericht basiert auf eigener Erfahrung