Heteroctenus garridoi (Armas, 1974)

  • Heteroctenus garridoi (Armas, 1974)




    Familie: Buthidae (C.L. Koch, 1837)



    Gattung: Heteroctenus



    Art: (Heteroctenus) garridoi (Armas, 1974)



    Trivialname: Orangener Kuba Skorpion



    Unterarten: ---




    Größe: 5cm – 8cm


    Die Männchen dieser Art bleiben kleiner als die Weibchen.




    Herkunft: Kuba


    Endemisch auf den Bereich zwischen Guantánamo und den Fluss Jojo.




    Äußere Merkmale:



    Die Jungtiere sind schön orange. Bei adulten Tieren verblasst die Farbe leider. Die Beine sind hell bis dunkelgrau. Die Tibia und der Tarsus sind braun.




    Haltung:


    Im Terrarium sollten Temperaturen von 26° -28° herrschen, punktuell können 32° erreicht werden. Nachts ist eine Abkühlung auf normale Zimmertemperatur, etwa 20°C, empfehlenswert. Eine semiaride Haltung ist anzustreben bei der die Luftfeuchtigkeit von 50% bis 60% einzuhalten sind.
    Heteroctenus garridoi ist Mykose anfällig.



    Für ein adultes Pärchen würde ich ein Terrarium mit den Maßen 30cm x 30cm x30cm empfehlen. Bei Gruppenhaltung, welche möglich ist, natürlich größer. Die Einrichtung des Terrariums sollte als Wüstenterrarium mit grabfähigen Sand erfolgen. Da diese Art nicht gräbt reicht eine Bodengrundhöhe von 5cm. Bei der Einrichtung könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen. Aber es sollten schon Steine und Rindenstücke im Terrarium sein.
    In ihrem Habiat leben sie unter Steinen und Holzstücke.
    Eine Wasserschale sollte vorhanden sein die alle 2 Wochen gefüllt wird. Gesprüht wird einmal die Woche.




    Geschlechtsunterschiede und Paarung:


    Optisch unterscheiden sich Männchen und Weibchen her. Männchen bleiben kleiner und schlanker als Weibchen.
    Ein weiteres Merkmal ist die Chela. Die Weibchen sind in der Lage die Chela völlig und ohne Lücke zwischen Tibia und Tarsus zu schließen. Die Männchen haben dagegen eine Lücke zwischen der Tibia und Tarsus.
    Desweiteren kann man die Geschlechter an der Sternopectinal Region auseinander halten. Wie auf dem Bild zu sehen weist das Weibchen ein Loch auf. Dieses ist beim Männchen nicht vorhanden.




    Sternopectinal Region "Loch"



    Die Anzahl der Kammzähne beim Männchen ist 27 – 30 und beim Weibchen 21 – 25.


    Die Verpaarung von Heteroctenus garridoi ist recht einfach. Ich habe für die Verpaarungen eine Box eingerichtet. In dieser Box setze ich zuerst das Weibchen rein und lasse sie ca. eine halbe Stunde da drin, damit sie ihre Duftstoffe verteilen kann. Dann kommt das Männchen dazu. Nach kurzer Zeit packt sich das Männchen die Chela des Weibchens und der Paarungstanz beginnt. Dabei wird das Weibchen solange gezogen bis das Männchen einen geeigneten Ablageplatz für die Spermatophore gefunden hat. Nach meinen Erfahrungen dauert es nicht lange.
    Wenn die Verpaarung geglückt ist sollte nach ca. 3 – 4 Monaten der Wurf da sein.


    Vor einer Verpaarung sollten auf jeden Fall beide Tiere angefüttert werden um Aggressionen zu verhindern.


    Verpaarung


    Spermatophore


    0.1 mit i1 NZ


    0.1 mit NZ i2



    Aufzucht von Jungtieren:


    Bei der Aufzucht ist zu beachten das sie kühler als die adulten gehalten werden. Die Temperatur sollte nicht über 28° liegen. Wenn die Temperatur höher gewählt werden besteht die Gefahr der Dehydration. Man sollte darauf achten das die Luftfeuchtigkeit kurz vor und kurz nach der Häutung erhöht wird. Bei zu trockener Haltung kann es passieren dass die Jungtiere nicht richtig aus der Exuvie kommen und verenden.
    Ich ziehe meine NZ in Heimchendosen auf. Eingerichtet mit etwa 2 cm Bodengrung aus Sand/ Lehmgemisch im Verhältnis 5:1 (5 Teile Sand und 1 Teil Lehmpulver). Als Versteck biete ich ein Stück Rinde an. Desweiteren leg ich noch ein Stück Styropor rein. Hat den Vorteil das beim Sprühen das Wasser nicht so schnell verdunstet. Gesprüht wird einmal in der Woche. Man sollte unbedingt drauf achten das keine Staunässe entsteht. Desweiteren sollte man drauf achten das die Heimchendose genügend Luftlöcher hat um eine ausreichende Frischluftzirkulation gewährleistet ist.
    Männchen sind im Instar 6 adult und Weibchen im Instar 7.



    Von einer Gruppenaufzucht rate ich ab, da es immer mal zu Häutungskanibalismus kommen kann.




    Verhalten:


    Bei den Jungtieren ist das Verhalten recht interessant. Sie erkunden regelmäßig ihre Heimchendose. Auch am Tage sind sie recht häufig zu sehen. Bei Störung reagieren sie meistens mit Flucht.


    Winterruhe:



    Winterruhe brauch man bei den Tieren nicht machen da das Klima das ganze Jahr über fast gleich ist.






    Futter:



    Als Futter für Heteroctenus garridoi kann man alles nehmen was der größe des Tieres entspricht. Dabei kann das Futtertier auch ruhig mal etwas größer sein.
    Ich Füttere meine NZ mit Grillen, Heimchen und Blaberus atropus.


    Gefüttert werden die NZ alle 5 Tage.
    i3 NZ mit B. atropus



    Giftigkeit:


    Die Tiere werden als mindergiftig Eingestuft. Bei einem Stich können Schmerzen von 1 – 5 Stunden auftreten.
    Detailierte Angaben über die Giftwirkung sind mir nicht bekannt.




    Anmerkung:


    Die Angaben in diesem Bericht tätige ich aufgrund meiner eigenen Erfahrung, Internetrecherche und Unterhaltungen mit Haltern dieser Art.
    Ich persönlich muss sagen das Heteroctenus garridoi eine sehr schöne Art ist. Die Optik gefällt mir und es macht sehr viel Spaß die Jungtiere aufzuziehen.
    Ich würde zu dieser Art auch einem verantwortungsbewussten Anfänger raten.

  • Dieses Thema enthält 5 weitere Beiträge die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind, bitte registriere dich oder melde dich an um diese lesen zu können.