P.Schlechteri, P.Raudus und P.Transvaalicus

  • Hey Leute,
    wie der Titel schon sagt plane diese Arten zu halten.
    Alles geklärt die Tiere kommen mitte diesen Monats bis November ungefähr.
    Mich interessieren trotzdem ich die Haltungsparameter kenne, die einzelnen Einschätzungen in Sachen Aktivität, Verhalten, Toxin etc.
    Ich hoffe irgendwer kann mir diverse Unterschiede genau benennen und erklären.


    lG


    Marvin

  • Hallo,


    Informationen zur Giftigkeit Parabuthus transvaalicus (Purcell, 1899).


    Weitere Hintergründe sind hier einsehbar:


    Parabuthus spec.:
    Erstellt Tox-Mü Kleber J.J.; Wagner Ph. Feb. 1999


    TOXIKOLOGIE
    Von den insgesamt 31 Arten der Gattung Parabuthus sind fol-
    gende mit gefährlichen Stichen bekannt geworden (1):
    -- P.granulatus, capensis, truculentus, transvaalicus,
    villosus, triradulatus, liosoma, mossambicensis (1,2,3)
    -Todesfälle werden in Südafrika berichtet vor allem
    durch Atemlähmung (3)
    -- Parabuthus kann das Gift auch spritzen (bis 1m), so sind
    auch die Augen gefährdet


    SYMPTOME
    lokale Symptome mit starkem Schmerz; Parästhesien an der
    Stichstelle sofort nach Stich, ertse ALLGEMEIN


    SYMPTOME meist
    innerhalb 4h bei Erw. spätestens innerhalb ersten 12h
    --AUGE: lokal nach Giftkontakt Konjunktivitis bis Cornea-
    schädigung (2,3)
    --VEG. NS: Speichelfluß, Schweißausbruch, Übelkeit + Erbre-
    chen, Durchfall
    --NEURO-MUSK: Muskelparalyse mit Schluck- und Sprechstörung,
    Ptosis bis generalisierte Paralyse (Kinder); Muskel-
    schmerzen und Muskelkrämpfe, Schwäche, Tremor; gesteigerte
    Muskeleigenreflexe, Hyperästhesie, Ataxie, Ruhelosigkeit,
    Angst (1,2)
    --COR: arterielle Hypertension, Tachykardie (1,2)
    --PULMO: Atemstörungen, Atemdepression, beatmungspflichtig
    bis zu 5d
    --LABOR: Leukozytose, CK-Erhöhung, Blutglucose erhöht.
    --TODESFÄLLE: von 42 schweren Intox.-Fällen in Südafrika
    (8 Pat. beatmungspflichtig); 4 Todes-Fälle (Kinder) an
    respiratorisches Versagen.
    - Botswana 1 tödl.Intox. (P. granulosus): Kind Lungenödem


    THERAPIE
    -- BEOBACHTUNG: jeder Pat. mit Parabuthusstich 12h klin.
    beobachten, bei Allgemeinsymptomen bis Beschwerdefreiheit
    -- ALLGEMEINE + KARDIALE Therapie
    siehe allgemein Skorpione
    -- ANTISERUM: "Scorpion antivenom", SAMIR Johannisburg
    (Sensibilisierung mit P. transvalicus) nach Herstelleran-
    gaben für alle Parabuthus sp. wirksam (nicht in Tox-Mü)
    -WIRKUNG: Pat. die Antiserum erhielten, zeigten keine
    deutliche Besserung (1); Indikation zur Antiserum-Gabe
    ist deshalb nicht gesichert.


    TOXIN
    Das Gift von Parabuthus scheint hauptsächlich neuromus- kuläre Effekte auszulösen. Stimulation des autonomen NS druch durch Freisetzung von endogenen Katecholaminen und Acetylcholin mögl., jedoch nicht so ausgeprägt wie bei anderen Skorpionarten (z.B. Mesobuthus). Folglich vorüberge- hend cholinerge Symptome (Erbrechen, Schwitzen, Speichel- fluß), später länger anhaltend adrenderge Effekte (Hyperton, Tachykardie). Lungenödem, Myokardschäden und Priapismus scheinen bei Parabuthus-Stichen im Gegensatz zu anderen Skorpionarten nicht vorzukommen (1).


    VORKOMMEN
    --P. granulatus: Südafrika (nicht im Osten), westl.
    Botswana, Namibia, südwestl. Angola.
    --P. liosoma: entlang des Roten Meeres, von Jeddah bis
    Jemen, Tansania, fraglich auch in Ägypten.
    --P. mossambicensis: nördl. Südafrika, östl. Botswana,
    südl. Simbabwe, südl. Mosambik.
    --P. transvaalicus: nordöstl. Südafrika, östl. Botswana,
    südl. Simbabwe, südl. Mosambik.
    --P. truculentus: Simbabwe/Mosambik, angrenzendes Südafrika
    --P. capensis: Südafrika (1).


    BESCHREIBUNG
    Zangen relativ schlank, auffallend kräftiger Schwanz. Im
    südlichen Afrika nur in sehr regenarmen Gebieten zu finden
    mit entsprechend niedriger Bevölkerungsdichte. Einige
    Parabuthus-Arten besitzen die für Skorpione einzigartige
    Fähigkeit, ihr Gift bis zu einem Meter weit versprühen zu
    können (1).
    --P. granulatus: dringt in Häuser ein.
    --P. liosoma: hellbraun bis rötlichbraun gefärbt, bis 12cm
    --P. mossambicensis: gelblich gefärbt, bis 8 cm lang. Gräbt
    tunnelartige Gänge in sandigem Boden.
    --P. transvaalicus: dunkelbraun oder grünlich-schwarz
    gefärbt, mit bis zu 15 cm Länge einer der größten
    Buthiden überhaupt. Oft unter gefällten Baumstämmen oder
    unter Schutt und Geröll zu finden. Dringt in Häuser ein.
    --P. truculentus: gelblich gefärbt, bis 9 cm lang. Gräbt
    tunnelartige Gänge in sandigem Boden (1).


    SYNONYME
    Parabuthus granulatus; Parabuthus granulosus; Parabuthus
    liosoma; Parabuthus mossambicensis; Parabuthus
    transvaalicus; Parabuthus truculentus; Parabuthus capensis;
    Parabutus sp.; Parabuthus transvaalensis ; Parabuthus triradulatus; Parabuthus villosus;


    GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT
    Skorpione allgemein; Skorpione giftige Zentral- und Südafrika; Skorpione giftige Vorderasien; Tiere giftige


    LITERATUR
    1. Junghanss, Th., Bodio, M.: Notfall-Handbuch Gifttiere, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1996.
    2. Newlands,G. et al.: Venomous creatures; C.Struik Publ. Capetown 1987
    3. Kunze: Mitglied Arbeitsgemeinschaft Giftspinnen 1997#
    4. Schmidt. giftige und gefährliche Spinnentiere 1993
    5. Meier J.; White J.: Handbook of clinical toxicology of animal venoms and poisons CRC Press 1995



    Zum Rest kann dir bestimmt auch das ein oder andere Mitglied des Forums etwas sagen, oder aber vielleicht auch die Verkäufer. :grinz:


    MfG
    M.

  • moin!


    also, p. schlechteri und p. raudus halte ich zwar nicht, aber von meiner p. transvaalicus-dame kann ich sagen, dass sie nicht übermäßig aktiv ist. hat sich nach ca. 2 wochen im terrarium ne höhle gebuddelt und ist jetzt die meiste zeit (zumindest dann, wenn ich ins terra gucke) auch in ebendieser anzutreffen.
    mal sieht man nur ihrer pedipalpen, mal hängt sie halb aus dem eingang raus.
    wenn sie nicht gerade gefressen hat, sehe ich sie auch 2-3mal die woche bei rundgängen im terrarium.
    zum verhalten: die gute ist recht nervös. wenn sie draussen ist und es kommt ein luftzug (da reicht schon mein atem, der durch die lüftung kommt, also wirklich minimal; und ja, manchmal häng ich mit dem gesicht fast an der scheibe ;) ), richtet sie sich sofort in defensivposition auf oder spurtet direkt in eine entfernte ecke oder in ihre höhle.
    offensiv hat sie noch nie reagiert, immer weg von der vermeintlichen bedrohung.


    gruß

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