Geschlechtsdimorphismus: Metasoma

  • Hallo,


    es gibt wie allgemein bekannt einige Arten, bei denen die Männchen ein wesentlich längeres Metasoma besitzen als die Weibchen. Nun frage ich mich, warum das so ist? Es muss ja einen Selektionsvorteil geben, sonst würde dieser Geschlechtsdimorphismus sicher nicht so oft und ausgeprägt auftreten.


    Vielleicht kennt jemand dazu Hypothesen oder vielleicht eine Antwort? Aber auch Spekulationen sind natürlich interessant ;-)


    Gruß Alex

  • moin!


    also, der jonathan leeming schreibt in seinem buch "scorpions of southern africa" in bezug auf hadogenes spp., dass das metasoma wahrscheinlich verlängert sei, da die paarung oft in engen felsspalten stattfindet. das metasoma ist deshalb so lang, damit auch in solch engen spalten der bock irgendwie an die seite des weibchens reichen kann, um ihr den paarungsstich (der anscheinend bei hadogenes spp recht häufig vorkommt) zu setzen.


    ob der gute herr da recht hat, weiß ich nicht, aber hört sich ja nicht schlecht an... langes metasoma, um bei der paarung einfacher das weibchen ruhigzustellen. :grinz4:


    quelle:
    LEEMING Jonathan (2003):Scorpions of Southern Africa: 38

  • Hi,


    Dieses Phänomen ist trotzdem weitestgehend eines, welches in Tropenregionen auftritt. Oder nicht? Vielleicht hängt es damit zusammen. Dort lebt ja jeder zweite Skorpion unter einer Rinde oder so etwas, also auch eng.


    Dass es dazu dient das Weibchen ruhig zu stellen ist zumindest eine plausible Erklärung, warum nur Männchen dieser Art sich morphologisch in dieser Hinsicht verändert haben.


    Gruß Marcel



  • Genau das ist es auch. Die Ruhigstellung des Weibchens beim Paarungsstich in engen Stellen. :friede:

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