Scorpio maurus

  • Wissenschaftlicher Name: Scorpio maurus
    Deutscher Name: -
    Herkunft: Vom Senegal über Mauretanien, Marokko, ganz Nordafrika bis nach Ägypten und Äthiopien. Südtürkei bis Iran, südlich Arabien und Indien


    Größe: 6 cm bis 8 cm


    Aussehen: Bei der Nominatform ist der ganze Körper glänzend hell- bis rotbraun gefärbt, wobei Männchen matter erscheinen als die Weibchen. Die Beine sind deutlich heller als der Rest des Körpers. Die im Verhältnis zum Körper sehr kräftigen Scherenhände sind an den Spitzen dunkel-rotbraun. Das Metasoma wie auch der Stachel sind recht kurz.
    Neben hellen Unterarten [ S. m. tunetanus (Tunesien), S. m. palmatus (Südisrael,Sinai)] gibt es auch dunkelbraune bis fast schwarze Vertreter [ S. m. fuscus (Zentral- u. Nordisrael) S. m. mogadorensis (Marokko)]


    Haltung: Gruppentierhalltung ist möglich, sollte allerdings grade in der Anfangszeit gut beobachtet werden, da sich diese Art sich mit den Scheren schwere Verletzungen zufügen kann. Für eine Gruppe von 2 bis 3 Tieren sollte das Terrarium mindestens eine größe von 20x20x30 cm (LxBxH) haben und genügend Versteckmöglichkeiten aufweisen. Sollten dennoch Unverträglichkeiten auftreten ist die Einzelhaltung vorzuziehen.
    Als Bodensubstrat bietet sich ein leicht feucht gehaltenes Sand-Lehmgemisch in ausreichender Höhe an, da diese Art gerne gräbt. Auch eine Trinkschale sollte im Terrarium nicht fehlen. Die Temperaturen sollten Tagsüber von 30 bis 35°C liegen und eine Nachtabsenkung auf 20 bis 25°C ist angebracht. Eine Überwinterrung bei 10 bis 15°C fördert das Wohlergehen der Tiere.


    Verhalten: Die Tiere leben eher sehr zurückgezogen in ihrer Höhle und verlassen diese meist nur zur Paarung oder selten zur Futtersuche. Sie sind kaum Stechfreudig und bevorzugen bei Störungen eher den Rückzug.


    Giftigkeit: S. maurus ist wenig Stechfreudig und zählt zu den gering giftigen Skorpionen. Ein Stich dieser Art hat keine systematischen Wirkungen und ist mit dem einer Biene vergleichbar.


    Schutzstatus: -


    Unterarten



  • Die zurückgezogene Lebensweise bezieht sich wohl eher auf S.m.palmatus. Bei den S.m.fuscus beobachte ich mehr oder weniger kontinuierliche Aktivität. [Die Art kann ich im Terrarium beinahe schon als 'tagaktiv' beschreiben.] Eine andere sehr dunkle Unterart ist der S.m.fuliginosus.


    Sie graben überhaupt nicht, kriechen lediglich unter Rindenstücke. Aber sie jagen sogar gemeinsam und sind trotz ihrer Aktivität vorsichtig, also nur bedingt als aggressiv zu bezeichnen, außer echten "Bedrohungen" gegenüber. Engen physischen Kontakt zu Artgenossen meiden sie allerdings recht konsequent.


    Der Lebensraum des S.m.mogagorensis ist der Hochatlas, die Grenze zur mediterranen Klimazone. Das Wetter ist dort rauh.


    Die Reaktion auf Schwarzlicht verschiedener Wellenlänge, ist bei hellen und dunklen Skorpionen der Gruppe Scorpionidae völlig unterschiedlich (UV-Spektrum). Leider unerforscht. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit den Lebensgewohnheiten.

    [COLOR="Black"]Hinweis: In Erinnerung an den Verfasser dieses Beitrages - mrbuthidae, verstorben am 13.06.2010.
    Er wird immer ein Teil unserer Forengemeinschaft bleiben. Ruhe in Frieden Danny.[/COLOR]

  • Hallo,


    ich möchte gerne meine Erfahrung mit Scorpio maurus teilen.


    Mein Tier hatte sich am Anfang eingegraben und kahm eine weile nicht raus. Irgendwann habe ich ihn wieder gesehen und seid dem ist er lediglich unter einem rindenstück "zuhause" und kommt jede nacht raus.
    Mein Tier ist "sehr" aggressiv und geht auf alles los.


    Hingegen vieler Meinungen d.h. "Nehme als Anfänger nicht diese Art weil du siehst ihn kaum" ist wohl nicht auf jeden S. maurus bezogen.


    MFG

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