Centruroides elegans (Thorell, 1876) [tox]

  • Centruroides elegans:


    Diese Art verfügt über ein für den Menschen gefährliches reines Betatoxin, welches hauptsächlich neuromuskuläre Effekte auszulösen scheint. Es konnten insgesamt 12 Toxine gegen Säuger, Insekten und Asseln extrahiert werden (G. Schmidt in „Giftige und gefährliche Spinnentiere). Durch Freisetzung von Acetylcholin und Katecholaminen treten vorübergehend eine cholinerge Stimulation (Erbrechen, Schwitzen, Speichelfluss, arterielle Hypotension) sowie eine länger anhaltende adrenerge Stimulation (arterielle Hypertension, Tachykardie) auf.Diese Auswirkungen auf den menschlichen Organismus sind auch bei anderen Skorpiongiften vieler Buthiden zu beobachten. Symptomatik eines Lungenödems, aber auch eine myokardiale Schädigung mit Priapismus sind im Gegensatz zu anderen Skorpiongiften nicht typische Symptome. Das Betatoxin bindet sehr stark an Natriumkanäle und verhindert somit dessen Inaktivierung. Die Auswirkung stellt sich in einer repetitiven, immer wieder wiederholende, Erregung dar.


    Das Vergiftungsbild reicht vom starken, brennenden Schmerz kombiniert mit Unruhe, über eine lokale Parästhesie (nicht schmerzhafte Empfindung wie Kribbeln, Ameisenlaufen, Pelzigkeit, Prickeln, Jucken, Schwellungsgefühl und Kälte- oder Warmempfindung) bis hin zu Atemschwierigkeit bis Luftnot. In schlimmen Fällen kann es zu Hyperästhesie (Überempfindlichkeit für Berührungsreize) führen. Polynukleotide, welche lebensnotwendige regulatorische Funktionen in Zellen wahrnehmen, werden beeinträchtigt.


    Exemplare von Centruroides elegans verfügen über ein Gift mit einem LD50 – Wert von 1,46mg/kg.Centruroides elegans gehört zu den giftigsten Vertretern seiner Gattung. Beim Umgang mit der Art ist allerhöchste Vorsicht geboten.
    Zu den möglichen Giftwirkungen (Quelle: Giftnotrufzentrale München):
    Allgemein: Schmerzbeginn sofort; Beginn der systemischen Symptome meist nach 5-30 Min., spätestens nach 5h; Schmerzdauer meist bis 24 Stunden, jedoch max. 2 Wochen;
    Lokal: Schmerz, Brennen, Jucken, Parästhesien; manchmal Rötung & Schwellung;
    Vegetatives Nervensystem: Speichel-, Tränen- und Bronchialfluss, Schwitzen, Bronchokonstriktion;
    ZNS: Verwirrtheit; Nystagmus (Augen- und Organzittern), Muskelzuckungen und EPMS- Störungen wie pharyngeale Dyskinesien mit Schluckstörungen, verwaschener Sprache, Stridor, Glottiskrampf;
    Unruhe und irreguläre Extremitätenbewegungen manchmal als Krampfanfall fehlgedeutet;
    Zusätzlich: Übelkeit, Erbrechen, evtl. anfangs Bradykardie + vorrübergehende Hypotonie; später Hypertonie, Tachykardie evtl. Herzinsuffizienz, Dyspnoe, vermehrte Bronchialsekretion, selten Lungenödem;

  • Pandemonium

    Hat den Titel des Themas von „Centruroides elegans:“ zu „Centruroides elegans (Thorell, 1876) [tox]“ geändert.