Smeringurus mesaensis (Stahnke, 1957) [tox]

  • Smeringurus mesaensis:


    Diese Art verfügt über ein, für den gesunden, erwachsenen Menschen (kein Allergiker), eher ungefährliches reines Betatoxin. Direkte Toxine gegen Säuger konnten nicht nachgewiesen werden. Die nachgewiesenen bzw. extrahierten Toxine wirken ausschließlich gegen Insekten und Asseln. DasVergiftungsbild zeigt einen starken, brennenden Schmerz kombiniert mit Unruhe. Durch eine geringe Freisetzung von Acetylcholin treten vorübergehend leichte cholinerge Symptome, wie zum Beispiel Erbrechen, kalter Schweiß, erhöhter Speichelfluss sowie allgemeine Übelkeit und Unwohlsein auf. Des Weiteren können Symptome wie Schwindel, Hyperventilation bis hin zum Kreislaufkollaps auf treten. Grund für diese Symptome sind Angstreaktionen sowie Reaktionsreize auf die starken Schmerzen. Das für den menschlichen Organismus relativ schwache Gift verbreitet sich sehr schnell (Hyaluronidase – Aktivität) und kann somit durch das gesamte Abwehrsystem des Körpers egalisiert bzw. neutralisiert werden (ganzheitlicher Giftabbauprozess). Wie bei allen anderen Skorpiongattungen auch, sollte der Halter über eine Tetanusprophylaxe verfügen. Somit beugt man dem Wundstarrkrampf und einer potentiellen Blutvergiftung, welche durchaus auch tödlich enden kann, vor.


    Für Smeringurus mesaensis sind mir keine zuverlässigen LD50 – Werte bekannt. Es wird von einer Einstufung und Giftpotenz vergleichbar Hadrurus arizonensis (168mg/kg) berichtet.


    Zu den möglichen Giftwirkungen (Quelle: Giftnotrufzentrale München):


    Allgemein: Schmerzbeginn sofort; Schmerzdauer normalerweise nicht über 24 Stunden;
    Lokal: Schmerz, Brennen, Jucken, Parästhesien, Rötung & Schwellung;
    Vegetatives Nervensystem: Speichel-, Tränen- und Bronchialfluss, Schwitzen;


    ZNS: keine systemische Wirkung, keine Bildung eines Lungenödems
    Zusätzlich: Übelkeit, Erbrechen, Speichelfluss, Hyperventilation, Schwindel, eventuell Kreislaufkollaps;

  • Pandemonium

    Hat den Titel des Themas von „Smeringurus mesaensis:“ zu „Smeringurus mesaensis (Stahnke, 1957) [tox]“ geändert.