Paravaejovis spinigerus (Wood, 1863) [tox]

  • Vaejovis spinigerus:


    Diese Art (Wood, 1863) verfügt über ein wenig erforschtes Gift, welches vor allem lokale Symptome zu verursachen scheint. Stiche der Gattung gelten in ihrer Wirkung als nicht systemisch und sind somit nicht von medizinischer Bedeutung. Nach einem Stich treten normalerweise eine leichte Schwellung, eine mittelstarke Rötung, ein mittelstarker Schmerz sowie eine leichte Pyrexie (Fiebererkrankung) auf. Bei Stich in eine Extremität können die Symptome auch sehr stark ausgeprägt auftreten. Diese wirken sich in Form von starken Schmerzen, Parästhesien sowie Taubheitsgefühlen aus. Der Einfluss des Toxins auf Nerven (cholinerge Symptome) ist mäßig, dennoch kann von einer Acetylcholinesterase – Aktivität gesprochen werden. Das für den menschlichen Organismus relativ schwache Gift verbreitet sich sehr schnell (Hyaluronidase – Aktivität) und kann somit durch das gesamte Abwehrsystem des Körpers egalisiert bzw. neutralisiert werden (ganzheitlicher Giftabbauprozess).


    Eine spezielle Therapie ist nicht bekannt und für den Heilungsprozess an sich nicht notwendig. Eine reine Symptomenbekämpfung reicht völlig aus. Wie bei allen anderen Skorpiongattungen auch, sollte der Halter über eine Tetanusprophylaxe verfügen. Somit beugt man dem Wundstarrkrampf und einer potentiellen Blutvergiftung, welche durchaus auch tödlich enden kann, vor.


    Für Vaejovis spinigerus sind mir keine zuverlässigen LD50 – Werte bekannt.



    Zu den möglichen Giftwirkungen (Quelle: Giftnotrufzentrale München):


    Allgemein: ausgeprägte Symptome an der Extremität sind möglich.
    Lokal: starke Schmerzen, Parästhesien, Schwellung, evtl. Schwäche und Taubheit, bei Stich in die Hand konnten die Finger bis zu 24 h nicht effektiv genutzt werden.

  • Pandemonium

    Hat den Titel des Themas von „Vaejovis spinigerus:“ zu „Paravaejovis spinigerus (Wood, 1863) [tox]“ geändert.