Parabuthus Villosus Oranje Morph

  • Hallo meine geliebten Communitykompanen,


    als ich mich hier neu vorstellete und einen Skorpion suchte, gab es leider keine mindergiftige Arten die meine Ansprüche erfüllt haben.


    So wurde es ein Tier der Giftstufe 3, Mesobuthus Caucasicus/eupeus.


    Wenn ich mich recht entsinne, meintet ihr, dass ich auch Parabuthus Villosus Oranje halten könnte, da ich genug Verantwortung habe.
    Ausserdem sei meine Erfahrung mit 2 Skorpionen und einem Riesenskolopender hilfreich. Nicht zuletzt mein Hochsicherheitsterrarium.


    Nun möchte ich mir Parabuthus Villosus kaufen, denn ich konnte nie wirklich mein Augenlicht von dem Tier nehmen. Blöderweise ist mein Hochsicherheitsterrarium vom Pterinochilus murinus besetzt worden.


    Ich hätte noch ein Standard Falltürterrarium mit bereits festem Sand Lehm gemisch zur Hand.


    Mein Mesobuthus lebt inzwischen in einem kleineren Aquarium mit Erde Humus gemisch.



    Kann ich eurer Meinung nach Parabuthus Villosus Oranje im Falltürterrarium halten ohne gestochen zu werden?


    Ausserdem würde ich noch gerne wissen :


    Parabuthus Villosus Oranje besitzt vorallem für ältere und Kranke ein potentiell tödliches Gift.
    Angenommen ein Gestochen würde innerhalb von 60 min in ein Deutsches Krankenhaus eingeliefert werden, überlebt er dann?


    Mit freundlichen Grüßen
    Joseph K

  • Wieso sagt denn keiner was?

    ...Hallo,


    weil viele wegen der Börse in Hamm mit Vorbereitungen und der Börse heute an sich beschäftigt sind.


    Ich persönlich bin kein Experte von Parabuthus species.
    Mittlerweile mag ich sogar wieder lieber mindergiftige Arten lieber.


    Ich empfehle dir dich mal einzulesen, was der LD-50-Wert bedeutet.
    Damit kannst du nämlich vergleichen. Eine Biene hat z.B. einen Wert von 2,8 mg/ je kg Körpergewicht.
    Das bedeutet, du benötigst 2,8mg x (mal) deinem Körpergewicht Bienengift, um daran rein theoretisch zu sterben.
    Einmal angenommen du wiegst 70kg. Dann nimmt man 70kg x 2,8mg = 196 mg braucht man, um an Bienengift zu sterben.
    Da aber Bienen sehr wenig Gift 0,1 mg abgeben können, ist dies nur ein Beispiel... Da müsste einen schon mehr als ein Bienenstock angreifen, um tödlich zu verunglücken... Wenn man nicht allergisch reagiert.


    Bitte vergleiche mal den LD50 Wert von P. villosus.
    Dieser beträgt 5,75mg/ je kg Körpergewicht. Seine Giftblase enthält aber bis zu 12mg.
    Rein theoretisch könnte es also passieren, das man diese Dosis Gift abbekommt.


    Meines Erachtens ist ein überleben sehr wahrscheinlich, sollte man nicht allergisch reagieren.
    Aber hier ein Link und Zitat:

    Das erste Hauptgift des Parabutoxin (Alpha K-Toxin), auch als "Prevenom" bezeichnet, ist durchsichtig und dient besonders dazu, Insekten unbeweglich zu machen. An Säugetieren verursacht dieses Gift lediglich einen sehr großen Schmerz, da die enthaltenen Proteingifte (Kalium – Ionen – Kanalblocker) nur in einer sehr geringen Konzentration vorliegen und somit nicht zu einer Herzmuskellähmung fähig sind.


    Das zweite Hauptgift des Parabutoxin (Alpha K-Toxin), auch als „Postvenom“bezeichnet, ist in seinem Aussehen milchig – weiß. Dieses vorwiegend aus Neurotoxinen bestehende Säugertoxin kommt vor allem beim Kontakt mit großen wehrhaften Lebewesen zum Einsatz. Entwickelt wurde dieses Gift zur Abwehr der Fressfeinde Nummer 1, der Erdmännchen. Ursprünglich lediglich zur Fernabwehr (Sprühfähigkeit durch pulsierendes Telson bei extremem Stress) konzipiert, entwickelte sich ein interessanter Giftcocktail. Seine Hauptbestandteile bilden dabei Acetylcholin sowie endogene Katecholamine. Je nach injizierter Dosis kann dieses Säugertoxin vor allem für Kinder und ältere Menschen, aber auch für Erwachsene unter Umständen lebensbedrohlich werden. Starke Schmerzen sowie eine zentralnervöse Symptomatik mit einem kardialen Ungleichgewicht sind gewiss. Atemstörungen und Atemdepression kommen selten vor. Die Ursache für die meisten bekannten Todesfälle stellt nicht das Atemversagen (siehe Parabuthus transvaalicus), sondern unregelmäßige Herzschläge dar.

    Parabuthus villosus:



    MfG
    Steffen

  • Ich hätte noch ein Standard Falltürterrarium mit bereits festem Sand Lehm gemisch zur Hand.

    Kein Problem, ich habe das ein oder andere Tier auch in einem Falltür Terra. Unter anderem P. schlechteri. Nachteil ist halt, dass man in den hinteren Ecken aufpassen muss. Aber wenn ich ehrlich bin greife ich recht selten in meine Terras. Eigentlich so gut wie nie.


    ann ich eurer Meinung nach Parabuthus Villosus Oranje im Falltürterrarium halten ohne gestochen zu werden?

    Ja.



    Parabuthus Villosus Oranje besitzt vorallem für ältere und Kranke ein potentiell tödliches Gift.
    Angenommen ein Gestochen würde innerhalb von 60 min in ein Deutsches Krankenhaus eingeliefert werden, überlebt er dann?

    Im Prinzip hat @Steffen123 alles gesagt was es zu sagen gibt. Schlüsse ziehen sollte jeder selbst, nicht das es im Fall der Fälle heißt: "...der hat aber gesagt..."
    Vereinfacht möchte ich aber noch ergänzen: in erster Linie kommt es immer auf die Giftmenge an. Nicht jedes Tier entleert seine Giftblase komplett beim ersten Stich. Eigentlich keines, da die Giftproduktion sehr anstrengend ist, Gift ist also kostbar. Es gibt also auch "trockene" Stiche, ohne oder mit einer sehr geringen Giftmenge.


    Dann muss man auch überlegen in welcher Konstitution der menschliche Körper ist. Ich zum Beispiel bin allergisch gegen Insektenstiche. Ganz besonders Bienen und Wespen, aber auch auf einen klitzekleiner Schnakenstich reagiert mein Körper viel heftiger als andere.


    Im Krankenhaus angekommen, nach einem Stichunfall, wird ein Gestochener sowieso nur stabilisiert und überwacht. Gegengifte gibt es zwar, aber diese werden in der Regel nicht verabreicht. Wurde man vergiftet, muss man durch die Symptome durch. Alles unter ärztlicher Beobachtung.


    Ich stelle mal ne Gegenthese in den Raum: anstatt Dir um die Stichauswirkungen Gedanken zu machen sorg dafür, dass niemand gestochen wird ;)


    Ich hatte noch keinen Stichunfall. Obwohl bei mir durchaus mal reger Publikumsverkehr ist, Freunde in der Bude, passiert ist noch nichts. Einmal durch die Sicherung und Aufstellung der Terras, aber auch und vor allem, durch Aufklärung. Jeder Besucher weiß wie gefährlich die Tiere sind. Die Finger haben selbst aussen an den Terras nichts zu suchen.


    Von Stichunfällen lese ich zum Beispiel nur in wenigen Foren, ab und zu mal auf Facebook. Ein Unfall alle 2 Jahre, international. Selbst hier findet man nur ein oder 2 Beiträge dazu.


    Gruß


    Thorsten

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