[2018] Tipps für die Skorpionfotografie

  • Hallo,


    ich möchte euch Tipps für die Skorpionfotografie geben. Hier sind ein paar grundsätzliche Aspekte für die allgemeine Fotografie.


    Wichtig ist folgendes:
    a) Die Belichtung: Eine enorme Wichtigkeit ist die Belichtung. Sicherlich sind euch beim Fotografieren schon nervige Spiegelungen auf dem Panzer aufgefallen. Diese entstehen durch zu hartes Licht, z.B. durch den Blitz.
    Reduzieren lassen sich die Spiegelungen durch Alternative Beleuchtungsmethoden. Lampen als Lichtquelle sind völlig ungeeignet. Am besten eignet sich Tageslicht, welches durch das Fenster scheint. Hierdurch wird das Licht weicher.
    Möchte man allerdings perfekte Ergebnisse, muss das Licht noch weicher gemacht werden. Hierzu muss man entweder:
    1) die Lichtquelle (das Fenster) mit weißem Stoff, abdecken.
    2) Rollo halb schließen und das Terrarium/ Box mit weißem Gegenstand (z.B. Styropor) umgeben. Ich persönlich mache das so. Dabei ist es wichtig für perfekte Ergebnisse einen Mittelweg zwischen wenig Helligkeit und gutem weichen Licht zu wählen. Dadurch reduziert man oder eliminiert mit guter (lichtstarker) Kamera Spiegelungen.
    3) Selbst im Halbdunkeln abends lassen sich noch schöne Fotos machen. Dazu benötigt man aber das RAW-Format. Fotografie muss nicht zu Lasten des Tieres gehen - man muss nur etwas Geduld haben.


    b) Wenn eure Kamera im RAW-Format fotografieren kann, würde ich das Format wählen. Dies ist ein verlustfreies Format. Dadurch kann man im Nachhinein das Bild besser bearbeiten.


    c) Macht euch mit den Kameraeinstellungen vertraut.
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    Meine Skorpion-Foto-Shootings: Das Stacking



    Ihr wollt solche Makro-Bilder schießen? Dann benötigt ihr auch eine entsprechende Ausrüstung...
    Hier ist meine Methode um sehr ruhige Tiere abzulichten, die sich grade sehr sicher fühlen, wie in dem oben genannten Foto.


    Benötigtes Zubehör:
    Eine DSLR-Kamera + Objektiv oder probiert es mit eurer Systemkamera aus
    Ein gutes Stativ
    Ggf.: Fernauslöser
    Raum den man abdunkeln kann
    Ggf. etwas um diffuses Licht aus dem Fenster zu schaffen (weißes Butterbrotpapier, w. Stofftuch)
    Ein Programm wie Photoshop.


    Was Ihr vorher wissen müsst: Macht Euch mit den Kameraeinstellungen vertraut.
    Bitte belest euch, über die folgenden Sachen, sonst werden euch keine guten Fotos gelingen.
    Im Übrigen schreibe ich euch hier meine Empfehlungen.
    ISO-Werte: 100-400. Geht ihr höher, entsteht Rauschen.
    Belichtungszeit: Aufgrund der halben Dunkelheit 8 Sekunden bis 30 Sekunden.
    Blende: 10-11.
    Die Spiegelvorauslösung ist bei mir aktiviert, um Verwackelungen zu reduzieren.
    Richtige EV-Werte: Ich belichte mehr, als ich muss. Mit höheren EV-Werten kann ich später aufgrund des richtigen Aufnahmeformates ein super Bild erstellen.
    Nach rechts belichten oder „Expose To The Right“ - digitalkamera.de - Fototipp
    Aufnahmeformat ist hierbei RAW: Dies sind unerlässlich. Dies ist ein verlustfreies Format, womit sich später die richtigen Farben und Helligkeit wiederherstellen lassen.
    Der Manuelle Modus ist dem Automatik Programm der Kamera vorzuziehen.


    Ein Stativ ist hierbei unerlässlich, denn ich selber mache Stacks. Also ich schieße selber Bilder aus der selben Perspektive. Allerdings verlagere ich hierbei den Fokus auf ein anderes Detail des Bildes. Am Ende ergibt sich dann so ein sehr scharfes Bild.
    ...Ich persönlich nutze den Manuellen Fokus meiner Kamera, weil ich jedes mal ran zoome, wenn ich einen winzigen Punkt scharf stelle.
    Meiner Meinung ist der Automatische Fokus [AF] dem Manuellen Fokus [MF] unterlegen.


    Ich selber mache im Halbdunkeln Fotos. Dazu sorge ich für ein diffuses Licht.
    Dabei mache ich ein Probefoto. Wenn es zu Spiegelungen kommt dunkle ich durch das Rollo mehr ab.
    Blitz verwende ich nicht, da jeder Blitz, egal wie diffus gemacht, den Panzer glänzen lässt.


    Wie gehe ich nun vor, um gute Fotos zu machen?
    a) Zuerst sorge ich für diffuses Licht.
    b) Ich stelle das Stativ auf, und setze die Kamera auf das Stativ.
    c) Die Kamera wird nun perfekt ausgerichtet. Bis ich das perfekte Ergebnis und den optimalen Abbildungsmaßstab gefunden habe.
    d) Um Verwackler durch meine Methode zu vermeiden, befestige ich das Stativ am Boden (z.B. Panzertape). Dadurch vermeide ich Stackfehler.
    e) Nun schieße ich Fotos und überprüfe ggf., ob noch Spiegelungen vorhanden sind und die Qualität gut ist.
    f) Jetzt fokussiere ich den ersten Punkt und schieße ein Bild. Jetzt schieße ich von jedem Teilbereich des Bildes ein Foto.


    Beispiel eines Stacks:


    Das hier mag nicht der beste Stack sein.
    Aber es soll nur als Beispiel dienen.
    Hier sind z.B. 2 Bilder, die ich kombinieren will. Das geht natürlich mit einer beliebigen Anzahl von Bildern.
    Hier ist das bearbeitete Ergebnis.



    Aufnahmedaten
    Belichtungszeit: 32 Sekunden --> Mehr Helligkeit
    Blende: 11,31
    ISO: 200
    Kamera und Objektiv: Canon 200d mit 60mm Canon Makro Objektiv sowie 2 Zwischenringen
    Blitz: aus
    Beleuchtung: Tageslicht von draußen durch das Fenster
    Besonderes: Styroporbox gegen Spieglungen
    Rollo 1/4 unten
    Vor Fenster Gardine


    Ich bin wie oben beschrieben vorgegangen. Aufgrund des RAW-Formates kann ich- nachdem ich den Stack gemacht habe - das Bild so bearbeiten, dass es nicht zu hell und nicht zu dunkel ist.


    Fehlermöglichkeiten:
    -Panzer spiegelt: Zu viel Licht - Abdunkeln, für weicheres Licht sorgen
    -Verwackelte Stacks: Stativ bewegt - Tier hat sich bewegt - Bei genügend Stackbildern kann man auch ein bisschen herumprobieren und verschiedene Bilder kombinieren, bis man zu einem guten Ergebnis kommt.
    -Rauschen: Zu hoher ISO-Wert?


    Eine Anleitung zur Erzeugung von Stacks, findet ihr hier:
    Patrik Spiesecke – Fotografie & Hochzeitsfotografie Immenhausen, Kassel, Hofgeismar » Adobe Photoshop CC – Focus stacking
    Es gibt übrigens auch Freeware, um Stacks zu erstellen. Angeblich soll es sogar bessere Stack-Prorgamme geben, als meins.
    Obgleich die nichts kosten.


    Mein Equipment:
    Canon Eos 200d
    Makroobjektiv Canon 60mm
    Zwischenring(e)
    Hama-Stativ


    MfG
    Steffen

  • Thorsten Geiger

    Hat den Titel des Themas von „Tipps für die Skorpionfotografie“ zu „[2018] Tipps für die Skorpionfotografie“ geändert.
  • Hallo,


    aktuell gehe ich wie folgt vor:


    Ich sorge für gute Lichtverhältnisse durch Diffusor und eine künstliche Lichtquelle, die wie ein Diffusor ist. Also ich klebe z.B. Papier über die Lampen. Eine Styroporbox nutze ich nicht.

    Nun mache ich mit einem Stativ Bilder, für ein gesamtes Tier was ca. 6-8cm groß ist, benötigt man ca. 7-9 Bilder, um einen guten Stack zu erzielen.


    Mit freundlichem Gruß

    Steffen

  • Hallo,

    ich mache meine Bilder vollkommen herkömmlich mit meiner Kompaktkamera mit Makrofunktion. Zur Beleuchtung nutze ich die natürlich einfallenden Sonnenstrahlen in Kombination mit meiner Terrarienanlagenbeleuchtung. Ich verwende zusätzlich eine Auslösersperre von 3 Sekunden, damit durch das Drücken des Knopfes keine Verzerrung durch Bewegung (jeder Millimeter ist bei Makroshots bereits zu viel) auftritt.


    Fertig :)


    MfG

    M.

  • Hallo,


    den letzen Punkt halte ich für sehr wichtig. Für den Privatgebrauch sind unser beider Bilder auch super. :)


    Schreibt man aber mit echten oder "guten" Hobbyfotografen, die sich auf Makrofotografie spezialisiert haben, erhält man derlei Tips die hier stehen. Leider fehlt mir ein bisschen Zeit meine Fotokenntnisse zu vertiefen.


    Ein Fotograf versucht hartes Licht zu vermeiden. Dazu zählt auch Licht von Terrarienlampen oder Blitzlicht. Aber das gilt wohl auch nur, wenn man wirklich sehr gute bis professionelle Fotos machen will. Oder man nutzt einen Diffusor um das Licht weicher zu machen.


    Anmerkung: Vllt. sollte man den Betreff in Tips für die Makro- und Skorpionfotografie umbenennen. :)


    MfG

    Steffen

  • Hi ihr.

    Ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, das die Tiere nur unter natürlichem Licht draußen (in Behältern) richtig schön aussehen. Am besten dafür ist ein wolkenreicher Sommertag geeignet. So wie heute. Fotos stell ich gleich rein.


    Der Nachteil dabei liegt selbstverständlich darin, die Tiere mehr zu bewegen als eigentlich nötig und in eine ihnen eher feindlich-geson(n)ene- Umgebung zu befördern.

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