Beiträge von Pandemonium


    Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)

    Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)

    Klasse: Spinnentiere (Arachnida)

    Ordnung: Skorpione (Scorpions)

    Familie: Scorpionidae

    Gattung: Pandinus (Thorell, 1872)

    Art: imperator (Koch, 1842)

    Trivialname: Afrikanischer Kaiserskorpion




    Herkunft und Vorkommen:


    Diese Pandinusart ist in Afrika beheimatet. Seine Verbreitung erstreckt sich über die Länder Kongo, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Guina-Bissau, Nigeria und Togo. Dort hält er sich ausschließlich in tropischen Regenwäldern und Feuchtsavannen auf.Auch unter Steinen oder umgefallenen Bäumen ist er des öfteren zu finden. Er gräbt Wohnhöhlen im Erdreich in denen er sich aufhält.



    Äußere Merkmale & Geschlechtsunterschied:

    Der Pandinus imperator zählt mit zu den größten bekannten Skorpionen der Welt. Er erreicht eine Größe von bis zu 20cm. Einzelne Berichte, beschreiben auch Tiere mit einer Größe von 25cm. Meist trifft man allerdings deutlich kleinere Tiere, durchschnittlich mit 15-18cm an. Beobachtungen zeigen, dass die Tendenz deutlich nach unten geht, dass man mit 15cm bereits im oberen Bereich der Skorpiongrößen angesiedelt ist. Wildfänge sind hierbei auch nicht ausgenommen und fallen oft deutlich kleiner aus, als gewohnt. Gerade aber die Nachzuchten bleiben recht klein, was ihrer Faszination aber keiner Wertminderung zu Teil werden lässt.

    Der Körper des P. imperator ist durchgehend dunkel (schwarz) gefärbt, wobei die Beine hier auch leicht bräunliche Färbungen aufweisen können. Die Scheren, sowie die Giftblase adulter Tiere ist rot-bräunlich gefärbt und deutlich sowie kräftig ausgeprägt. Der Skorpion ist recht stark granuliert, wobei die Scherenhände weicher abgezeichnet sind. Jungtiere haben eine oftmals eine abweichende Färbung. Diese sind zunächst weiss-gräulich und gehen mit zunehmenden Instaren in die dunkle Färbung über. Das Telson ist anfangs noch leuchtend weiss abgesetzt und färbt sich erst in späteren Instaren in zunächst Orange-Tönen in das entgültige rot-bräunliche. Die Unterseite der imperatoren ist deutlich heller abgesetzt. Manche imperatoren haben eine glänzende lackartige Erscheinung, während andere widerum einen grünlichen Schimmer aufweisen können.
    Zur Unterscheidung der Geschlechter, gibt es eine recht einfache Methode. Rein vom Körperbau ist es kaum bis nicht ersichtlich ob sich ein weiblicher oder männlicher Skorpion vor einem befindet. Die simple Methode ist, sich die Genitalplatten (Operculum genitale) der Tiere anzuschauen.

    Während die des männlichen Tieres ovalförmig sind und die Kämmzähne meist auch länger ausgeprägt sind, zeichnet sich das Operculum des weiblichen Tieres herzförmig ab. Die Kammzähne sind hier auch etwas kürzer.



    Haltung:


    Diese Skorpionart lässt sich in den meisten Fällen gut in Gruppen halten. Innerartliche Aggressionen treten meist nur in Kombination mit Paarung oder unmittelbar vor dem Wurf bei trächtigen Tieren auf. Selten kommt es bei korrekter Haltung zu Kannibalismus. Trotz alledem, kann es auch bei dieser Art zu Komplikationen kommen, sofern die Tiere dann nicht getrennt werden, zum Tod eines oder mehrerer Tiere herbeiführen. Hierbei gilt auch - eine nachträgliche Vergesellschaftung eines Tieres in eine bestehende Gruppe ist immer mit verstärkten Risiko verbunden.

    Die P. imperatoren sind echte „Stubenhocker“. Dennoch sollte man ihnen ein gewisses Platzangebot bieten. Für ein adultes Tier geht man hier von einem Terrarium in der Grundfläche von 50x40 cm aus. Die Höhe des Terrariums ist nicht allzu ausschlaggebend. Die Skorpione können zwar klettern, halten sich aber in der Regel auf dem Boden auf. Daher genügt theoretisch durchaus auch eine Höhe von 30cm.Mit entsprechendem Bodengrund, Bepflanzung usw. hat man hier allerdings nicht mehr sehr viel Luft zur Decke, für Beleuchtung und Konglomerat. Von daher kann man guten Gewissens mehr Höhe wählen. Falls Light-Domes (Reflektor mit Fassung), die oberhalb des Terrariums platziert werden, reicht auch ein 30 Höhe. Ansonsten wenn die Lichtquelle im Terrarium platziert wird, sollte es doch schon eine 40 Höhe haben, um komfortabel und auch gefahrlos, mal ein Lichtmedium zu tauschen. Ein Pärchen P.imperator kann in einem Terrarium von 60x40 cm untergebracht werden. Bis zu einer Anzahl von 4 oder 5 Tieren sollte man dann auf ein 80x50 cm Terrarium umsteigen. Dies erscheint auf den ersten Blick wenig, bedenkt man aber, dass die Tiere meist aggregativ nur eine Ecke des Terrariums (Wohnhöhle) nutzen, reicht die Fläche üblich aus. Natürlich spricht nichts dagegen den Tieren sofern die Möglichkeit besteht mehr Platz zur Verfügung zu stellen. Hier sind alleinig die Mindestmaße genannt. Das Terrarium an sich muss gut belüftet sein. Als optimal haben sich die Terrarien mit einer Doppelbelüftung (Belüftungssteg vorn, und Lüftungsblech oben) erwiesen. Hier erreicht man eine gute Luftzirkulation(Kamineffekt), die der Bildung von Staunässe vorbeugt, welche es zu verhindern gilt. Staunässe birgt die Gefahr von Schimmelbildung. Bei diesen größeren Terrarien erhält man ausgeprägt die Ausführung mit (Doppel)Schiebescheiben, welches aber kein Problem darstellt. Zur Sicherung kann man hier Magnetschlösser o.a auch Schiebeschlösser mit Rasten verwenden, die ein aufhebeln durch die Skorpione verhindern. Ich selbst bevorzuge Magnetschlösser die ich mit Panzerband noch zusätzlich verstärke, um ein lösen des Klebers und anschließend, dass, dadurch resultierende Abfallen, durch ständiges sprühen bzw. Nässe zu verhindern.

    Als Bodengrund verwendet man hier am besten ungedüngte Erde (Einsaaterde), Walderde oder Erde von Maulwurfshügeln. Wichtig ist, dass der Bodengrund immer feucht gehalten wird und grabfähig ist. Die Möglichkeit besteht die Erde etwas grabfähiger zu gestalten, indem man nur minimal etwas Lehm hinzufügt. So kann bei schlechteren Substrat, was bei dem kleinsten Stoß zum einfallen neigt, ein klein bisschen mehr Stabilität geben. Die Substrathöhe sollte dem Grabtrieb der Tiere entsprechen. Als Faustregel gilt, dass eine Höhe von mind. 10-15cm vorhanden sein sollte. Hat man ein Standardterrarium, ist dies auf Grund der weniger ausgeprägten Höhe des Stegs oft nicht machbar. Als Maßnahme und Abhilfe sollte folgendes verwendet werden: Substrat einfach nach hinten hin, ansteigend einfüllen. So entsteht zwar ein Gefälle, aber die Tiere können sich im hinteren Bereich des Terrariums zurückziehen. Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium ist tropisch zu halten. Sprich tagsüber sollten die Werte im Bereich von 70-80% liegen und nachts dann entsprechend auf bis zu 90% ansteigen. Die Temperaturen sollten am Tag zwischen 28°C und 30°C liegen. Eine kühlere Ecke sowie Stellen mit höheren Temperaturen sind ideal. Hier können sich die Skorpione selbst ihre bevorzugte Klimazone aussuchen.

    Hier ein Klimadiagramm (Kinshasa; Zentralafrika) was als Orientierungshilfe dient:





    Klimadiagramm von Kinshasa (Demokratische Republik Kongo)




    Zur Einrichtung empfiehlt es sich zusätzlich Pflanzen einzusetzen. Diese schaffen ein naturgetreues Bild und möglicherweise bewirkt es das Klima im Habitat stabil zu halten. Moose und Farne können zur Aufrechterhaltung der Luftfeuchtigkeit ebenfalls verwendet werden. Als Verstecke dienen Korkstücke, flache Steine wie Schieferplatten oder ähnliches sowie unter anderem Wurzeln. Dabei ist darauf zu achten, dass die Verstecke möglichst flachgehalten werden. Die Tiere fühlen sich bei Rückkontakt zur Deckung am wohlsten. Eine Wasserschale die stets gefüllt zu halten ist muss ebenfalls vorhanden sein. Um das Substrat sauber zu halten und Schimmelbildung vorzubeugen, empfiehlt es sich das Substrat zu ‚impfen‘. Darunter versteht man, dass dort gezielt Bodenkulturen eingesetzt werden, die organisches Material verwerten und zersetzen. Man nimmt hier meist sog. Springschwänze oder tropische Asseln (Weiße- o.a Kubanische Asseln). Auch simple ‚Kellerasseln‘ könnte man reintheoretisch verwenden. Davon rate ich aber ab, falls man noch Springschwänze oder ähnliches benötigt. Bei Onlineshops, Börsen, Züchter und Händler kann man auch in den meisten Fällen, zu den Springschwänzen, auch günstig Asseln dazu bestellen. Die Asseln kann man auch dann als Zuchtansatz verwenden und diese später auch an kleinere Arten oder auch an Jungtiere verfüttern. Kosten nicht die Welt, aber der Nutzen ist schon groß.





    Verhalten:


    Der P. imperator ist ein sehr friedfertiger Vertreter der Skorpione. Er zeigt kaum bis keine Aggressionen und zieht den Rückzug dem Angriff vor. Erst wenn er sich massiv bedroht fühlt, geht er in Verteidigungsstellung. Hier nutzt er allerdings auch vorrangig seine kräftigen Scheren bevor er zusticht. Wie alle Skorpione ist auch der P. imperator nachtaktiv. Also, wenn man ihn beobachten kann, dann überwiegend in den abendlichen oder auch in den nächtlichen Stunden. Meist liegt er aber in seiner Wohnhöhle oder seinem Versteck auf der Lauer und wartet auf Beute. Ein aktives Jagdverhalten weist der Skorpion nicht direkt auf. Höchstens wenn er stark ausgehungert ist. Zum Beutefang verlässt er sich hier auf seine kräftigen Scheren und der Acelus kommt in der Regel nicht zum Einsatz, was aber auch vorkommen könnte.



    Verhalten/Symbiose







    Ausgrabung in Togo

    (LI) P. imerator (RE) Phyrnomerus bifasciatius

    aus der Wohnhöhle







    Foto des Frosches der mit dem Skorpion im mutualismus lebt



    Nicht selten teilt Pandinus imperator seine Wohnhöhle mit einem Roten Frosch, der wissenschaftlich; Phyrnomerus bifasciatius(Trivial; Roter Wendehals-Frosch) heißt. Die Tiere leben in einer Symbiose, indem der sogenannte Rote Frosch den Skorpion mit Feuchtigkeit versorgt. Im Gegenzug darf der Frosch im unterirdischen Wohnloch des Skorpions hausen, was ihn gegen Fressfeinde und Austrocknung in der Savanne schützt .So vermuten es die Forscher. Warum genau Pandinus imperator nicht angreift, ist noch ein Rätsel.Andere Froscharten stehen im Beutesprektrum des Skorpions. Forscher haben dazu noch keine passende Erklärung. Noch ein weiterer Vorteil für den Frosch; des öfteren werden die Löcher vom Regen zugeschwemmt und der Rote Wendehalsfrosch wird lebendig begraben. Sollte er zuvor in der Wohnhöhle des imperators gelandet sein gräbt der Skorpion ihn innerhalb eines halben Tages wieder aus.


    Verpaarung & Nachzucht:


    Bei der Verpaarung sollte man auf jeden Fall dabei sein und entsprechendes Werkzeug parat haben um die Tiere zur Not schnell wieder trennen zu können.

    Verwendet werden sollte dabei ein neutrales Terrarium oder angemessene Box, in welchem nacheinander beide Tiere eingesetzt werden. Sind die berufenen Partner in Stimmung, geht die Paarung relativ zügig. Das Männchen fängt mit den charakteristischen Zitterbewegungen an und sucht die Nähe des Weibchens. Der Paarungstanz tritt dann meist ohne größere Verzögerungen ein. Während der Paarung kann es zu Stichen untereinander kommen, welche in der Regel aber ohne nennenswerte Folgen verlaufen. Der Bock führt das Weib dabei zu einem optimalen Platz (Tanz) und setzt dort eine Spermatophore ab über welche er das begattende Weibchen zieht. Nach gelungener Paarung trennen sich beide recht schnell wieder. Dies ist der Punkt an dem es auch rasch zu ernsthaften Aggressionen kommen kann, was ich aber selbst noch nicht bei meinen Pandinus ssp. beobachten konnte. Um aber sicher zu gehen sollte der Bock möglichst nach der Verpaarung umgehend getrennt werden. Die Tragedauer der P. imperator kann bis zu 2 Jahren betragen. Im ,,Normalfall“ geht man von 14 bis 16 Monaten Tragezeit aus. Die Wurfgröße wird hier zwischen 8 und ca. 20 Jungtieren angegeben. Ca. 10 bis 14 Tage nach dem Wurf häuten sich die kleinen Skorplinge in das 2. Instar in dem sich dann auch den Rücken der Mutter verlassen und selbständig sind. Zu diesem Zeitpunkt ist es ratsam die Jungtiere vom Elterntier zu separieren.

    Bei der Aufzucht kann man die P. imperator gemeinsam oder in kleineren Gruppen halten. Die Aufzucht an sich ist recht unkompliziert und verläuft im Normalfall problemlos. Je nach Haltung bzw-Parametern benötigen die P. imperator bis zu 2 Jahren um das Adultstadium zu erreichen. Während die kleinen Instars (Stadien) recht schnell durchlaufen werden, verlängert sich die Zeit der letzten Häutung nicht selten auf bis zu einem Jahr.



    Futter:


    Skorpione können Beutetiere überwältigen die sogar 1,5x größer sind als sie selbst.

    Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Mehlwürmer, Zophobas, Schaben jeglicher Art.



    Giftigkeit:

    Diese Art ist als mindergiftig einzustufen. Man spricht hier von einer Wespenstich-Symptomatik. Der Stich verursacht mässige bis starke Schmerzen ist aber ohne weitere Folgen. Dennoch können sich allergische Reaktionen des Körpers einstellen.


    --lokal Schmerzen (rasch einsetzend), Schwellung, Rötung

    -- ALLERGIE: allergische Reaktionen bis zu anaphylaktischen Schock sind möglich und auch möglich



    THERAPIE:


    Tetanusprophylaxe.

    Eine klinische Überwachung ist nicht nötig, wenn die Zuordnung des Skorpions mit LATEINISCHEM Namen eindeutig getroffen werden konnte zu einem der unter Synonyme stehenden Arten






    Epilog:




    Seine überaus friedfertige Art, die Mindergiftigkeit und seine stattliche Größe lassen den Pandinus imperator oft zum Anfängerskorpion werden. Dies ist so gesehen zweifelsohne adäquat. Allerdings stellt sich bei vielen Anfängern in kurzer Zeit Enttäuschung ein, wenn sich der Skorpion sporadisch zeigt. Dies liegt an dem natürlichen Verhalten dieser Art und ist eigentlich auch deutliches Zeichen dafür, dass die Haltungsparameter stimmen. Kann man diesen Kompromiss eingehen ist Pandinus imperator einer der besten Einstiegstiere, in das Hobby.


    Oft wurden auf Messen/Börsen Wildfänge angeboten. Dies hat allerdings nachgelassen, da diese Art jetzt, auf der Roten Liste steht und ein aktuelles Importverbot zugrunde liegt. Falls jemand aus etwaigen Gründen wie; falsche Bestimmung oder auch Unwissenheit der Art trotzdem einen erhält sind die weiblichen Skorpione zu einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit trächtig, sprich; man kann sich kurz-oder mittelfristig auf Nachwuchs einstellen. Bitte dieses vor dem Kauf beachten!!! Zu dieser Art gibt es auch einen weiteren Punkt der beachtet werden muss. Was wichtig ist; das Pandinus imperator auf der Washingtoner Artenschutzliste steht!!!


    Leider ist diese Art im Hobby nicht mehr ganz so stark vertreten, wodurch Nz Preise teurer geworden sind. Der Preis sollte einen Anfänger nicht abschrecken, sondern eher ins Hobby einführen, was meines Erachtens ziemlich Schade ist. P. Imperator ist ein toller und imposanter Skorpion wo jeder Halter seine Erfahrungen mit machen sollte.




    Quelleangabe:

    Illustrated catalog of scorpions Part 1 (F. Kovarik)

    Scorpions of the World (E. Ythier, R. Stockmann)

    Kongo-Kinshasa: Klima und beste Reisezeit

    Banded rubber frog - Wikipedia

    froesche-in-afrika-die-raetselhaften.676.de.html?dram:article_id=370172

    M+S Reptiles@Youtube

    Erstellt Tox-Mü Wagner Ph. /Kleber J.J. 9.97

    (1) Peters, W.: A colour atlas of arthropods in clinical medicine; Wolfe publishing ltd.; Barcelona, Spanien, 1992
    (3) Kunze, M.: Mitglied Arbeitsgemeinschaft Giftspinnen; mündliche Mitteilung, 25.09.97

    Hallo, hier versorge ich euch mal wieder mit ein paar Fun Facts!



    Pulmonoscorpius kirktonensis lebte während des Karbonzeitalters im heutigen Schottland. Das gefundene Exemplar war 70 cm gross(etwa 28 inches)

    Leider ist es unmöglich zu sagen wie stark das Gift dieses Giganten war. Das Verhältnis von Pedipalpen zu Metasoma steht aber fest. Falls die heutige Regel/Methode auch früher galt, waren die Scheren im Verhältnis zum Stachel sehr klein. Daraus ergibt sich das dieser Skorpion äußert potent war. Zur Nahrung damals konnte man keine differenzierten Aussagen tätigen, aber man geht davon aus, dass größere Anthropoden sowie Amphibien, in entsprechender Größe, auf dem Speiseplan standen.




    LG Pande


    Hallo,


    Herzlich Willkommen im SKF Forum,



    Zu deiner Art kann ich folgendes sagen:


    Ist m.e ein schöner Heterometrus petersii oder laoticus:) sieht gut aus!

    Zur genauen Bestimmung solltest du Fotos der Kammzähne, sowie Pedipalpen und vom Sternum knipsen. Alter ist etwas schwer zu bestimmen, aber eine Häutung wäre noch möglich.

    Ob es 0.1 oder 1.0 ist kann ich leider nicht sagen, da bei einigen Heterometrus.ssp die Scheren der Weibchen, fast genau so grazil sind,wie der Männchen. Eindeutige Fotos des Manus könnten unter anderem auch aufschlussreich sein. Am sicherersten bestimmen lässt es sich jedoch über Kammzähne und Sternum.


    Zu den HB:

    Tagsüber lokal von 28- bis 32 Grad und eine Nachtabsenkung bei Zimmertemperatur d.h 18 bis 20 Grad. LF tagsüber bei 70-80%. Nachts geht sie meist etwas höher. Von Heizmatten oder Kabeln die unterm Terrarium liegen,wird dringlichst abgeraten. Sollte es zu warm sein wird der Skorpion sich eingraben und am Bodengrund auf noch mehr Hitze stoßen, was deinem Tier, Schaden und auch den Tot zufügen könnte.


    Zu den Maßen und Substrat:


    Ein Terrarium mit den Maßen 50x40x30 ist absolut ausreichend, für ein einzelnes Tier. Heterometrus-Arten graben in der Regel häufig, dies ist aber nicht zwangsläufig. Es werden auch vorgefertigte Wohnmulden angenommen.Diese kann vom Skorpion u.a auch ausgebaut werden. Das Substrat sollte aufsteigend nach hinten etwa 15 bis 20cm betragen. So hat dein Schützling eine größere Lauffläche und mehr Substrat zum graben. Ungedüngte Blumenerde oder auch Walderde, eignen sich perfekt dazu. Alternativ, falls vorhanden, kannst du auch Maulwurfshügel "ernten" :)

    Setze Springschwänze, Weiße oder Kubanische Asseln ein. Diese dienen als Gesundheitspolizei. Sie vertilgen Schimmel und Futterreste, falls die Reste nicht entfernt werden. Außerdem halten sie deinen Bodengrund in Schuss und sorgen für ein gutes Mirkoklima.

    Steine,Rinden sowie Wurzeln, sollten als Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Platziere mehrere der o.g in verschiedenen Zonen deines Terrariums. Der Skorpion wird die optimale aussuchen. Bepflanze dein Terrarium mit passenden Pflanzen, um besser die Luftfeuchtigkeit zu speichern.

    Dein Terrarium von der Größe her ist ausreichend!


    Skorpione können kein Glas wahrnehmen und hängen deshalb ab und zu, an der Scheibe:) Außerdem ist dein Skorpion noch in einer Eingewöhnungsphase. Das kann manchmal einige Wochen dauern, ist aber nicht weiter dramatisch.

    Danach könnte er sich weniger zeigen, evtl abends am Eingang nach Beute lauern. Das Heterometrus-Arten aktiv nach Beute suchen, beobachte ich oftmals, bei meinen Tieren. Dort wird vorwiegend der Aculeus eingesetzt obwohl sie eher als "stechfaul"

    gelten. Heterometrus ssp. verwenden u.a ihre vergleichbaren kräftigen Pedipalpen, um Beute zu erlegen.


    Zum Futter: ich verfüttere meist argentinische Schaben(Blaptica dubia). Blaberus atropus sollen aber noch besser sein,aufgrund Abwehrsekrete, die weniger ausgeprägt sind.

    Abwechslung im Futter mit Heimchem und Steppengrillen ist auch möglich.

    Die Wasserschale sollte stets gefüllt sein.



    Bei Fragen, fragen!



    LG Pande

    Zitat

    Da ich noch auf die Tiere dafür warte, habe ich die Becken komplett gewässert und nun zerknüllte Zeitung reingetan, damit die Feuchtigkeit schneller wieder abziehen kann.

    Das mit der Zeitung für die Restfeuchte ist eine coole Sache! Kannte das bei Terrarien noch nicht :) Kenne das ja bei klammen Schuhen im Winter :)

    Zeitung wirkt ja sehr hygroskopisch und vor allem das Lehmadditiv härtet gut aus. Kann man ein paar Tage vergleichsweise weniger Trocknungszeit einplanen was auch vorteilhaft sein kann.




    LG Pande

    Hallo,



    lass das Terrarium, falls möglich, noch ein paar Kontrollläufe durchlaufen. D.h Temperaturen messen, LF Werte kontrollieren, Elektrik sowie Wärmeentwicklung, Timing bei Zeitschaltuhr(en), Dimmer, oder sonstigen technisch vorhandenen Konglomerat, bevor dein Skorpion dort einzieht :) H. arizonensis neigt bei zu hoher Feuchtigkeit zu Mykosebefall. Deshalb ist es erforderlich das Sand Lehmgemisch ziemlich trocken werden zu lassen. Ansonsten sieht das Terrarium von den Fotos her sehr gut aus!



    Bei Fragen, fragen!



    LG Pande

    Hallo,

    Ich habe mal das sprühen, bei natürlich allergeringster Störung während der Häutung ausprobiert ... sollte man ja eigentlich nicht machen, doch meine Angst hatte da gesiegt. Der Skorpion kam trotz dieses Fehlers ohne Probleme aus der Exkuvie. .. Gibt es irgendwelche Anzeichen, direkt an dem Tier, während der Häutung, dass die LF zu niedrig oder auch zu hoch ist? Z.b schlechtes Häuten, verklebte Exkuvie oder ähnliches?

    Hallo,



    kleiner Nachtrag. Hätte da eine einfache Lösung, wo du E14 und auch E27 Fassungen platzieren kannst. Es handelt sich um ,,Light Domes" bzw. Reflektoren(gehäuse). Dort eine Keramik Fassung, je nach Bevorzugung einfassen, plus zwei Abstandshalter, aus Holz oder Verbundwerkstoff (o.ä wie Multiplex) zwischen Glas und Lichtmedium stellen. So wird vermieden, dass der Reflektor direkten Kontakt zum Glas hat.


    Als zweite Alternative empfehle ich dir, Briloner Klemmlampen, wahlweise E14 o. E27 aus dem Baumarkt, von dem freundlichen Eichhörnchen. Zusätzlich habe ich mir ein passendes Blech als Adapter biegen lassen, was auch als Sockel der Lampe dient. Man kann auch dementsprechend alternativ 90°Winkeleisen (Lastverbinder )nehmen



    Fotos der Domes


    Dome ,,Mini" mit E27 Keramik Fassung innen





    Reflektor mittlere Größe (Links) mit Keramikfassung

    (Aufhängung im Bedarfsfall) E27 außen auf dem Dome.

    Großer Dome rechts im Bild mit E27 Keramikfassung (ohne Aufhängung)






    E14Briloner mit Sockelblech


    Briloner Klemmlampe E14 mit 90° Winkeleisen



    Skorpione brauchen kein besonderes Licht! Im Sommer lasse ich die Lampen je nach Temperatur sogar aus.Dementsprechend beziehen dann meine Tiere Sonnenlicht durch ein großzügiges Fenster im Raum, was ja resultierend daraus, den lebensnahen Tag-Nachtzyklus regelt.



    Bei Fragen, fragen!



    LG PANDE

    Hallo, schau mal bei Ebay nach Braplast Boxen. Die Kosten so gut wie nichts. Ich ziehe da meine Skorpione drin auf bevor sie in richtige Becken kommen. Diese sind aus Glas und bei Messen ziemlich erschwinglich. Eine andere Möglichkeit wäre bei einem Zooladen, Glaser oder auch einem Interessenverein in der Nähe mal nachzufragen. Ein Kumpel hat mit seinem Verein eine ganze Euro Pallete an Terrarien bestellt und sie dort günstig bekommen.



    LG PANDE

    Hallo Community,




    wir stellen euch heute das SKF Datenblatt vor!




    Das SKF-Datenblatt wurde vom SKF-Team erstellt und soll sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen als Übersicht bzgl. Fütterung, Luftfeuchtigkeit, Wasserabgabe und vielem mehr dienen.


    Diese Überwachungen können sehr aufschlussreich sein und durch atypisches Verhalten bei möglichen Haltungsfehlern eine Grundlage zur Fehlerbehebung sein!


    Das SKF- Datenblatt wurde entworfen um euch die Möglichkeit zu geben, die genauen Haltungsbedingungen sowie das Fressverhalten eurer Schützlinge zu dokumentieren!


    Mithilfe des Dokuments wird die art- und fachgerechte Haltung vereinfacht.



    Dieses Datenblatt ist natürlich kostenfrei und kann als .ods Datei im SKF Forum runtergeladen werden.

    Das Datenblatt kann im Open Office (.ods) Format sowie im Exel (.xlsx) geöffnet werden.

    Das eigentliche Dateiformat ist (.ods)



    Die Datei wurde von Kaspersky Security geprüft und ist frei von schädlichen Inhalten!



    Hier gehts zum Datenblatt : SKF Datenbank querformat .ods





    Viel Spaß mit dem SKF-Datenblatt und gut Zucht.




    Beste Grüße


    SKF-Team

    Hallo,


    Wäre cool zu wissen, ob bei den jetzigen Nachzuchten ausnahmslos alle Tiere (x.x.x) betroffen wären, auch bei den Männchen.Oder wäre es sogar möglich, dass diese Nz's (Fx)nicht diese Anomalie aufweisen würden und dann erst wieder bei dem darauffolgenden Nachwuchs (Fx_2) ; so ähnlich wie die Mendelsche Erblehre.(Uniformitätsregel, heterozygot)


    Meine Idee oder auch These wäre , dass dieser Gendefekt oder wie wir es nennen sollen, dominierend bei den 0.1 ist und bei den 1.0 nicht, (oder auch doch) :)

    Wäre halt interssant zu wissen wie das bei den jetzigen Nz's (Fx) werden wird und bei den nach darauffolgenden Nz's. (Fx_2)




    LG Pande

    Familie: Scorpionidae

    Gattung: Heterometrus (Ehrenberg, 1828)

    Art: cyaneus (Koch, 1836)

    Trivialname: blauer (cyanfarbener) Riesenskorpion


    Unterarten:   Heterometrus cyaneus insulanus (Couzijn, 1981 diese Unterart wurde 1981 von H. W. C. Couzijn nach Sammlungsexemplaren von Sumatra und einem Exemplar mit der Fundortangabe Lesser Nicobar Islands beschrieben
    Heterometrus cyaneus sumatrensis Couzijn, 1981: auch diese Unterart wurde von Couzijn beschrieben. Dabei standen ihm Sammlungsexemplare von der Insel Madura zur Verfügung


    Größe: bis zu 15 cm (zählt zu den großen Skorpionen) WF könnten sogar noch etwas größer sein!



    Herkunft und Vorkommen

    Diese sehr imposante Art ist in den Ländern und Regionen Borneo, Philipinen und Indonesien beheimatet.

    Dort hält er sich in tropischen Regenwäldern und Feuchtwäldern auf. Er gräbt Wohnhöhlen im Erdreich in denen er sich aufhält. Auch unter Steinen oder umgefallenen Bäumen ist er zu finden.





    Äußere Merkmale & Geschlechtsunterschiede


    Der Heterometrus cyaneus zählt zur Familie der Scorpionidae und ist einer der größeren Vertreter seiner Gattung. Er erreicht eine Größe von bis 12cm. Einzelne Berichte, beschreiben auch Tiere mit einer Größe von 15cm.

    Der Körper dieses Skorpions ist durchgehend dunkel schwarz bis hin leicht grün-bläulich gefärbt, wobei die Beine hier auch leicht bräunliche Färbungen aufweisen können. Die Giftblase adulter Tiere ist rot-bräunlich gefärbt sowie deutlich und kräftig ausgeprägt. Der Skorpion ist recht stark granuliert. Jungtiere haben eine oftmals eine abweichende Färbung. Diese sind zunächst weiss-gräulich und gehen mit zunehmenden Instaren in die dunkle Färbung über. Das Telson ist anfangs noch leuchtend weiss abgesetzt und färbt sich erst in späteren Instaren in zunächst Orange-Tönen in das entgültige rot-bräunliche. Die Unterseite der H. cyaneus ist deutlich heller abgesetzt. Unmittelbar nach der Geburt der Jungen als auch nach der Häutung in das 2. Instar sind die Kleinen fast durchgehend weiss gefärbt.


    Zur Unterscheidung der Geschlechter, gibt es eine recht einfache Methode. Rein vom Körperbau ist es kaum bis nicht ersichtlich ob sich ein weiblicher oder männlicher Skorpion vor einem befindet. Die simple Methode ist, sich die Genitalplatten (Opervulum) der Tiere anzuschauen.

    Während die des männlichen Tieres ovalförmig sind und die Kämmzähne meist auch länger ausgeprägt sind, zeichnet sich das Operculum des weiblichen Tieres herzförmig ab. Die Kammzähne sind hier auch etwas kürzer.



    Haltung:


    Diese Skorpionart lässt sich in den meisten Fällen gut in Gruppen halten. Innerartliche Aggressionen treten meist nur in Kombination mit Paarung oder unmittelbar vor dem Wurf bei trächtigen Tieren auf. Selten kommt es bei richtiger Haltung zu Kannibalismus. Nichts desto trotz, kann es auch bei diesen Tieren zu Komplikationen kommen und sofern die Tiere dann nicht getrennt werden zum Tod eines oder mehrerer Tiere kommen. Hierbei gilt auch - eine nachträgliche Vergesellschaftung eines Tieres in eine bestehende Gruppe ist immer mit größerem Risiko verbunden.

    Die Heterometrus cyaneus sind nach allgemeinen Beobachtungen extrem grabfreudig. Dies zeichnet sich bereits direkt nach verlassen des Mutterrückens ab. Selbst die Kleinsten beginnen sogleich mit dem Anlegen von Tunnelsystemen in denen sich die Tiere tagsüber aufhalten.

    Dies ist bei der Terrariumeinrichtung in jedem Fall zu berücksichtigen. Auch da die Tiere recht groß werden, sollte ein gewisses Platzangebot vorhanden sein.

    Für ein adultes Tier geht man hier von einem Terrarium in der Grundfläche von 50x40 cm aus. Die Höhe des Terrariums ist nicht allzu ausschlaggebend. Die Skorpione können zwar klettern, halten sich aber in der Regel auf dem Boden auf. Daher genügt theoretisch durchaus auch eine Höhe von 30cm.

    Mit entsprechendem Bodengrund usw. hat man hier allerdings nicht mehr sehr viel Luft zur Decke für Beleuchtung und co. Von daher ist etwas mehr an Höhe auch nicht verkehrt. Ein Pärchen H. cyaneus kann in einem Terrarium von 60x40 cm untergebracht werden. Bis zu einer Anzahl von 4 oder 5 Tieren sollte man dann auf ein 100x50 cm Terrarium umsteigen. Natürlich spricht nichts dagegen den Tieren sofern die Möglichkeit besteht mehr Platz zur Verfügung zu stellen. Hier sind lediglich die Mindestmaße genannt.

    Das Terrarium an sich muss gut belüftet sein. Als optimal haben sich die Terrarien mit einer Doppelbelüftung (Belüftungssteg vorn, und Lüftungsblech oben) erwiesen. Hier erreicht man eine gute Luftzirkulation, die der Bildung von Staunässe vorbeugt, welche es zu verhindern gilt. Staunässe birgt die Gefahr von Schimmelbildung. Bei diesen größeren Terrarien erhält man eigentlich immer die Ausführung mit Schiebescheiben, welches aber kein Problem darstellt. Zur Sicherung kann man hier Schlösser verwenden, die ein Aufhebeln durch die Skorpione verhindern.

    Als Bodengrund verwendet man am besten ungedüngte Erde oder ein Erde-Humus-Sand-Gemisch. Wichtig ist, dass der Bodengrund immer feucht gehalten wird und grabfähig ist. Die Substrathöhe sollte dem Grabtrieb der Tiere gerecht werden. Man sagt hier als Faustregel, dass eine Höhe von mind. 15cm gegeben sein sollte. Hat man ein Standardterrarium, ist dies auf Grund der geringen Steghöhe oft nicht machbar. Ein simpler Trick schafft hier Abhilfe. Das Substrat wird einfach nach hinten hin, höher eingefüllt. So hat man zwar ein Gefälle, aber die Tiere können sich im hinteren Bereich des Terrariums zurückziehen. Wichtig ist, dass der Bodengrund in jedem Fall grabfähig ist. Dies kann bei lockerem Substrat leicht durch die Zugabe von Lehmpulver erreicht werden.

    Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium ist tropisch zu halten. Sprich tagsüber sollten die Werte im Bereich von 70-80% liegen und nachts dann entsprechend auf bis zu 90% ansteigen. Die Temperaturen sollten am Tag zwischen 28°C und 30°C liegen. Eine kühlere Ecke sowie Stellen mit höheren Temperaturen sind ideal. Hier können sich die Skorpione selbst ihre bevorzugte Temperatur suchen. Zur Einrichtung empfiehlt es sich auch Pflanzen einzusetzen. Diese schaffen ein schönes Bild und helfen auch gleichzeitig das Klima im Terrarium stabil zu halten. Moos kann zur Aufrechterhaltung der Luftfeuchtigkeit ebenfalls verwendet werden. Als Verstecke dienen Korkplatten und flache Steine wie Schieferplatten o.ä. Dabei ist darauf zu achten, dass die Verstecke möglichst flachgehalten werden. Die Tiere fühlen sich bei Rückkontakt zur Deckung am wohlsten. Kokosnussschalen und dergleichen sind hier nicht optimal. Eine Wasserschale die stets gefüllt zu halten ist muss ebenfalls vorhanden sein.Diese kann mit Steinen befüllt werden um ein ertrinken des Skorpions zu vermeiden. Um das Substrat sauber zu halten und Schimmelbildung vorzubeugen, empfiehlt es sich, dieses zu ‚impfen‘. Darunter versteht man, dass dort gezielt Bodenkulturen eingesetzt werden, die organisches Material fressen und zersetzen. Man nimmt hier meist sog. Springschwätze oder tropische Asseln (Ich nehme kubanische Asseln) . Auch simple ‚Kellerasseln‘ könnte man hier verwenden.Das Klima sollte dementsprechend der Herkunft des Tieres angepasst werden, da sich die Habitate überschneiden können. Falls man dieses nicht weiß sollte ein gesunder Mittelwert angestrebt werden und das Verhalten des Tieres beobachten, um Haltungsfehler zu vermeiden.









    Klimadiagramm Indonesien






    Verhalten:


    Der Heterometrus cyaneus ist ein eher friedfertiger Vertreter der Skorpione. Er zeigt keine Aggressionen und zieht den Rückzug dem Angriff vor. Erst wenn der Skorpion sich massiv bedroht fühlt, geht er in Verteidigungsstellung. Dies ist aber von Tier zu Tier unterschiedlich. Meine Dame geht sehr schnell in Drohposition. Flüchet aber in der Regel dann. Hier nutzt er allerdings auch vorrangig seine kräftigen Scheren bevor er zusticht. Wie alle Skorpione ist auch der H. cyaneus nachtaktiv. Sprich wenn man ihn beobachten kann, dann überwiegend in den nächtlichen Stunden. Dann sieht man ihn beim Ausbau seiner Wohnhöhlen oder auch gern mal ausserhalb die Oberfläche erkunden. Während die jungen Skorpione auch mal ihrer Beute nachstellen, verlieren die adulten Tiere das Jagdfieber und erlegen die Beute aus dem Hinterhalt in Lauerstellung. Zum Beutefang verlässt er sich hier auf seine kräftigen Scheren und der Stachel kommt in der Regel nicht zum Einsatz.


    Futter:


    Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Mehlwürmer, Zophobas, Schaben


    Giftigkeit:


    Diese Art ist als mindergiftig einzustufen. Man spricht hier von einer Wespenstich-Symptomatik. Der Stich verursacht mässige bis starke Schmerzen ist aber ohne weitere Folgen. Dennoch können sich allergische Reaktionen des Körpers einstellen. Interessant ist die Acetyl-Cholin-Esterase-Aktivität. Desweiteren wurden Phospholipase A2, Alkalische Phosphatase, Phosphomonoesterase, 5-Mononukleotidase, Serotonin, Acetylcholin, Histamin, Hyaluronidaseaktivität, freie Aminosäuren, freie Hexosamine, Glykosylaminoglykane, Nukleotide, Tryptamin, Tryptophan und ein undefinierter Schmerzstoff, der glatte Muskeln kontrahiert, in Giften von Heterometrus-Arten nachgewiesen worden.Man sollte wie bei jedem Giftier sicherheitsrelevante Maßnahmen treffen! Sollte es trotzdem mal zu einem Stich kommen, sollten entsprechende Maßnahmen gertroffen werden d.h zum Arzt und eine Tetanus-Prophylaxe und evtl. etwas gegen die lokalen Schmerzen. Sollte der Schmerz o. a Symptome wie allergische Reaktionen aufkommen sollte dies ernst genommen werden.



    Symptome:


    -- lokal:  leichte bis starke Schmerzen, evtl. Schwellung


    einer ganzen Extremität systemische Giftwirkung zweifelhaft da nur in 1 Einzel-


    fall beschrieben mit: (Heterometrus bengalensis)

    -- ZNS(zentrales Nervensystem): generalisierte Parästhesien, Schwitzen, Speichelfluß, Übelkeit

    -- Cor (Herz): : Tachykardie, Lungenödem



    Wichtig: Nach dem deutschen Ärtzeblatt (Dr. med. Johann J. Kleber) wird häufig Anaphylaxie beschrieben!







    Verpaarung & Nachzucht:


    Bei der Verpaarung sollte man auf jedenfall dabei sein und entsprechendes Werkzeug zur Hand haben um die Tiere zur Not schnell wieder trennen zu können.

    Man verwendet dabei ein neutrales Terrarium in welchem man die Tiere nacheinander beide einsetzt. Sind die auserwählten Partner in Stimmung, geht die Paarung recht schnell von statten. Das Männchen nimmt sofort die Geruchsspur des Weibchens war, fängt mit den typischen Zitterbewegungen an und sucht die Nähe des Weichens. Der Paarungstanz setzt dann recht schnell ein. Während der Paarung kann es zu Stichen untereinander kommen, welche meist aber harmlos verlaufen. Das Männchen führt das Weibchen dabei zu einer geeigneten Stelle (Tanz) und setzte dort eine Spermatophore ab über welche er das Weibchen zieht. Nach geglückter Paarung trennen sich beide recht schnell wieder. Dies ist der Punkt an dem es auch recht schnell zu ernsthaften Aggressionen kommen kann. Um sicher zu gehen sollte das Männchen möglichst nach der Verpaarung direkt wieder getrennt werden. Die Tragedauer der H. cyaneus kann bis zu 2 Jahren betragen!!! Im Mittel geht man von 14 bis 16 Monaten aus. Die Wurfgröße wird hier zwischen 8 und ca. 24 Jungtieren angegeben. Ca. 10 bis 14 Tage nach dem Wurf häuten sich die kleinen Skorplinge in das 2. Instar in dem sich dann auch den Rücken der Mutter verlassen und selbständig sind. Zu diesem Zeitpunkt ist es ratsam die Jungtiere vom Elterntier zu trennen.

    Bei der Aufzucht kann man die Heterometrus cyaneus gemeinsam oder in kleineren Gruppen halten.Ist aber keine Erfolgsgarantie! Die Aufzucht an sich ist recht unkompliziert und verläuft im Normalfall problemlos. Je nach Haltung benötigen die Kleinen bis zu 2 Jahren um das Adultstadium zu erreichen. Während die kleinen Instare recht schnell durchlaufen werden, verlängert sich die Zeit der letzten Häutung nicht selten auf bis zu einem Jahr.

    Bei der Aufzucht muss man etwas Feingefühl hinsichtlich der Temperaturund Feuchtigkeit entwickeln. Gerade in den späteren Instaren reagieren die Tiere sonst damit, dass sie sich nicht aus der alten Haut befreien können und sterben.





    Quellen:

    Illustrated catalog of scorpions Part 1 (F. Kovarik)

    Klimadiagramm von weg,de

    Wikipedia Subartenbeschreibung

    Toxologische Abteilung München Rechts der Isar Erstellt Tox-Mü Wagner Ph. / Kleber J.J. 9.97

    (1) Schmidt, G.: Giftige und gefährliche Spinnentiere, die neue Brehm-Bücherei 608, Westarp-Wissenschaften, Magdeburg 1993
    (2) Keegan, H.: Scorpions of medical importance, University Press of Mississippi, 1980
    (3) Junghanss, Th., Bodio, M.: Notfall-Handbuch Gifttiere, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1996




    Hallo,


    ein paar Wochen müsstest du noch warten, dann hoffe ich das ich wieder einiges an Nzs an Bodenpolizei hätte.

    Sollten die Temperaturen aber extrem fallen, behalte ich es mir vor zu senden.




    LG PANDE